- Russell Banks - Ungeschnitt
Vor einem Jahr wurde Barack Obama zum Präsidenten der USA gewählt.
Aus diesem Anlass trifft Metropolis den engagierten amerikanischen Schriftsteller Russell Banks, der Obamas Führungsstil seit dessen Amtsantritt analysiert. Obama gilt als gebildet und literarisch bewandert. Wie wird er das Kunstverständnis und die Kulturpolitik im Lande beeinflussen?
Wie sieht die amerikanische Kultur unter Obama aus? - Wandkunst in Brasilien
Überall in Brasilien leuchten farbenfrohe Graffiti von Häuserwänden und Straßenecken.
Die Stadt São Paulo ist die Hochburg einer weltweit einzigartigen Kunstszene. Ursprünglich waren Graffiti ein Weg, die wirtschaftlichen und sozialen Probleme des Landes anzuprangern. In den 1950er-Jahren artikulierte sich die rasch anwachsende Bevölkerung über „Wall Paintings“, indem sie mit Teer politische Losungen auf Mauern schrieb. Diese Ausdrucksform ist unter dem Namen „Pixaçao“ bekannt geworden und steht heute für eine Form von Extrem-Tagging.
Wie kam es, dass sich die Graffiti von der reinen Protestform zur Stadtbild prägenden Kunst entwickelten? - Operette und Benoît Duteurtre
Der Schriftsteller Benoît Duteurtre ist ebenfalls Musiker und vor allem leidenschaftlicher Liebhaber der Operette. Er, der sich für Stücke wie „Le Chanteur de Mexico“, „Die lustige Witwe“ und die „Champagner-Operette“ begeistert, hat der Operette ein ganzes Buch gewidmet. Metropolis lässt sich von Benoît Duteurtre anstecken und widmet sich dem verstaubt-charmanten Genre mit Gesang und Tanz. - Federico Fellini über die Schulter gesehen
In diesem Herbst ehrt Paris den italienischen Filmemacher Federico Fellini.
Gemeinsam mit Sam Stourdzé, Kurator der Ausstellung ‚La Grande Parade“ im Pariser Jeu de Paume, und Jean-Paul Manganaro, Autor von „Federico Fellini Romance“ (in diesem Jahr in Frankreich erschienen), untersucht Metropolis Fellinis unverwechselbaren Stil, der mit der besonderen Bedeutung zu tun hatte, die er den Schauspielern zumaß: Mit dem pointierten Blick eines Karikaturisten zeichnete er zeichnete er die Schauspieler zuerst und wählte sie dann aus. Dabei konzentrierte er sich vor allem auf die Gesichter und eine sorgfältige Maskenbildnerei – ein für einen Filmregisseur völlig atypisches Vorgehen! - Ungeschnitten: Les Laboratoires d’Aubervilliers
Sie haben sich einiges aufgehalst: Interaktives Diskutieren und Erarbeiten von Rollen mit dem Publikum, Probe, anschließend Vorstellung, und das alles am selben Tag! Das „Théâtre permanent des Laboratoires d’Aubervilliers“ war am 1. Januar mit dem Vorsatz angetreten, dieses Pensum ein Jahr lang durchzuhalten. Für Regisseur Gwénaël Morin und die fünf Schauspieler in seiner Truppe ist Theater mehr als ein konsumierbares Kulturprodukt.
Sie haben sechs klassische Stücke einstudiert und führen diese unentgeltlich auf. Nach „Bérénice“ im Sommer steht „Antigone“ auf dem Programm, gefolgt von „Hamlet“. Metropolis war bei einer der morgendlichen Zusammenkünfte mit dem Publikum dabei, bei der ein Schauspieler Stellen aus seiner Rolle in „Antigone“ vortrug und sein Handwerk an Amateurschauspieler aus dem Publikum weitergab.
Metropolis
Das Kulturmagazin auf ARTE - Samstags ab 17.15 Uhr (WH: Montag ca. 23.45 Uhr)







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