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Mit offenen Karten

Mit offenen Karten wird jeden Samstag um 19.15 Uhr auf ARTE ausgestrahlt, ebenso wie am Mittwoch um 00.50 Uhr und am Samstag um 11.45 Uhr. Die Sendung wird (...)

Mit offenen Karten

DIE UNGLEICHE VERTEILUNG VON NATURKATASTROPHEN



Katastrophen
Eine Kulturgeschichte vom 16. bis ins 21. Jahrhundert


von François Walter
aus dem Französischen von Trésy Lejoly und Doris Butz-Striebel

Reclam, Ditzingen - 2010

Naturkatastrophen – Erdbeben, Vulkanausbrüche, Fluten, Stürme, Erdrutsche – sind das schlechthin Sinnlose, das dem menschlichen Geist begegnet und immer unfassbar bleibt. Katastrophen haben keine Geschichte. Unwandelbar, unabwendbar, unberechenbar brechen sie durch die ganze Naturgeschichte hindurch über die Menschheit herein und bleiben unbegreiflich. Kann man aus ihnen lernen? Und wenn ja, was? Menschen haben unter Aufbietung aller intellektuellen Kräfte immer auf das Erlebnis von Naturkatastrophen reagieren müssen, sie haben immer versucht, doch einen Sinn zu finden: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen oder der Gerechten, Ansporn zur Aufbietung aller dem Menschen möglichen Entwicklung technischer oder moralischer Art. Eine Geschichte der Katastrophenbewältigung, wie sie der Genfer Historiker François Walter schreibt, steht also weit jenseits von modischem Katastrophismus und schön gruseliger Heraufbeschwörung aller möglichen und unumgänglichen Apokalypsen. Sie erweist vielmehr, dass die Antworten des 16. oder 18. Jahrhunderts auf das Unbegreifliche nicht etwa wertlos oder unbedeutend sind, bloß weil die Naturwissenschaft ein paar Schrittchen weitergekommen ist: Auch der Tsunami zu Weihnachten 2004 bleibt sinnlos. Allein die abgewogene historische Darstellung dieser Kulturgeschichte lehrt, Naturkatastrophen zu unterscheiden, mit ihnen umzugehen, und vor allem, von diesen Katastrophen die menschengemachten, keineswegs katastrophenmäßig unberechenbar hereinbrechenden Risiken ökologischen Wandels z. B. des Weltklimas im Treibhauseffekt abzugrenzen. (Quelle: Verlag)



Naturrisiken und Sozialkatastrophen


von Carsten Felgentreff und Thomas Glade (Hrsg.)
Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg - 2008

Jedes Jahr wird die Öffentlichkeit von Berichten über Naturereignisse und deren Folgen für die betroffenen Menschen erschüttert: Der Tsunami am 26. Dezember 2004 ging als eine der größten Naturkatastrophen der Neuzeit in die Geschichte ein, Hurrikan Katrina führte zu verheerenden Überschwemmungen in den USA, in den Jahren 2002, 2005, 2006 und 2007 wurden in mehreren Ländern Europas – an der Elbe ebenso wie in den Alpen und Großbritannien – Jahrhunderthochwasser gemeldet. Diese und weitere Beispiele sind Thema des vorliegenden Lese- und Lehrbuchs.
Die Geographie ist durch das Zusammenwirken von physio- und humangeographischen Ansätzen wie keine andere Wissenschaft dazu prädestiniert, die vielfach miteinander verknüpften Problemlagen einer Katastrophe in ihren zahlreichen Facetten und Handlungsdimensionen umfassend zu „begreifen". Wissenschaftler aus beiden Bereichen verknüpfen in diesem Buch die naturwissenschaftlichen Fragen nach den Auslösern von Naturkatastrophen – etwa mit Blick auf geotektonische Vorgänge oder klimatische Prozesse – mit gesellschaftlichen Fragestellungen: Hier geht es um medizinische und soziale Probleme, um die Verwundbarkeit bestimmter Bevölkerungsgruppen und um die Einbettung dieser Aspekte in globale Wirtschaftsverflechtungen. Geographie und Katastrophenforschung gehören zu den wenigen Wissenschaften, welche unterschiedliche Maßstabsebenen von global bis lokal miteinander verknüpfen; sie betrachten damit die globale Umweltsituation und die ökologische Zukunft unseres Planeten ebenso wie lokale Problemstellungen. Das sich neu etablierende Themenfeld der Hazardforschung veranschaulicht, wie aktuelle Ereignisse mit langfristigen Entwicklungen in Beziehung stehen (Stichwort Global Change), und berücksichtigt dabei die Bewältigung ebenso wie auch die Prävention von Katastrophen. (Quelle: Verlag)




Vulkanismus – verstehen und erleben


von Gerd Simper
Feuerland-Verlag, Feuerbach - 2005

Ob aktiv, schlafend oder bereits erloschen – Vulkane gehören wohl zu den faszinierendsten geologischen Erscheinungen auf unserer Erde. Bekannt sind rund 700 aktive Landvulkane, von denen jedes Jahr etwa 60 ausbrechen. Zwei Drittel befinden sich auf der Nordhalbkugel. Der überwiegende Teil aller Eruptionen erfolgt jedoch meist unbemerkt auf dem Meeresboden entlang auseinanderreißender (...) Kontinentalplatten, wo flüssiges Magma leicht an die Oberfläche dringen kann. Etwa zehn Prozent aller Aktivitäten lassen sich allerdings nicht durch die Plattentektonik erklären. Bei diesem Hotspot-Vulkanismus handelt es sich um Ausbrüche, die im Innern einer Platte stattfinden. Er ist unter anderem auf Hawaii oder den Galápagos-Inseln anzutreffen, wo sich heißes Magma aus dem Erdmantel einen direkten Weg an die Erdoberfläche gebahnt hat. Wo überall auf der Erde Vulkane anzutreffen sind und wie diese am besten zu erreichen sind, lässt sich in dem Buch „Vulkanismus“ von Gerd Simper nachlesen. Darin hat der Autor seinen reichen Erfahrungsschatz zusammengetragen. Das nötige geologische Rüstzeug liefert der erste Teil des reichlich bebilderten Bandes. Ausführlich wird auch auf die Geschichte der Vulkanforschung eingegangen. Wichtige Informationen sind in farbigen Kästen zusammengefasst. Für persönliche Exkursionen ist schließlich der zweite Teil gedacht, der sich dem Vulkanismus in einzelnen Ländern – vor allem Deutschland – ausführlich widmet. (Quelle: FAZ)



Erdbeben
Eine Einführung für Geowissenschaftler und Bauingenieure


von Götz Schneider
Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg - 2004

Jahr für Jahr verursachen Erdbeben empfindliche Personen- und Sachschäden. Diese Bedrohung kann man nur beherrschen, wenn man die gesamte Kette des Geschehens - wie bei einer Krankheit - durchschaut. Das Buch erläutert die Entstehung von Erdbeben durch rasche Verschiebungen von Schollen im Erdinneren, die Ausbreitung der Erdbebenwellen im Untergrund, die Wirkung von Erdbeben durch das Zusammenspiel dieser Vorgänge mit den Eigenschaften von Bauwerken sowie die Erdbebensicherung durch technische Maßnahmen, wie erdbebengerechte Planung und Konstruktion, medizinische und technische Nothilfe, sowie die Versicherung der finanziellen Schäden. Nach wie vor sind die Gefahren durch Erdbeben - auch in Mitteleuropa - hoch, weil unser Wissen über die Vorgänge und über die notwendigen Maßnahmen der Katastrophenvorsorge in der Öffentlichkeit zu wenig beachtet wird. Dieses Buch versucht, das notwendige Grundwissen über den engen Kreis der Fachleute hinaus bekannt zu machen und eine Brücke zwischen der naturwissenschaftlichen Betrachtung des Erdbebens und der technisch orientierten Behandlung des Schadens zu schlagen. (Quelle: Verlag)




Naturkatastrophen
Kulturelle Deutung und Verarbeitung


von Urte Undine Frömming
Campus, Frankfurt/Main - 2006

Seit Jahrtausenden erschüttern Naturkatastrophen die kulturellen Weltbilder sozialer Gemeinschaften. Urte Undine Frömming zeigt an Beispielen aus Island und Indonesien, wie die Bewohner betroffener Gebiete sich durch Maßnahmen wie etwa Rituale vor der Gefahr schützen und wie sie Naturgewalt mythologisch deuten. Die Auswirkungen des Seebebens von 2004, des Krakatau-Ausbruchs von 1883 und des Ausbruchs des isländischen Laki 1783 belegen die globale Bedeutung von Naturkatastrophen und deren Einfluss auf gesellschaftliche Umwälzungen. Schrecken und Faszination entstehen durch die Erkenntnis, dass die Trennung zwischen Natur und Kultur ein allzu kühnes Konstrukt ist.



„Nordsee ist Mordsee“
Sturmfluten und ihre Bedeutung für die Mentalitätsgeschichte der Friesen


von Bernd Rieken
Waxmann, Münster - 2005

An den Flachküsten der südlichen Nordsee zu siedeln, war schon immer ein gefährliches Unterfangen. Seit der letzten Eiszeit steigt der Meeresspiegel unaufhörlich, und die vorherrschenden Winde aus Nordwest treiben bei schweren Stürmen die "Mordsee" in die Höhe. Die Angst vor verheerenden Sturmfluten ist daher ein bestimmendes Merkmal der friesischen Mentalitätsgeschichte und als Struktur von langer Dauer in der populären Überlieferung nachweisbar. Die Arbeit ist historisch angelegt, doch geht es nicht in erster Linie um eine präzise Darlegung dessen, was geschehen ist, sondern darum, anschaulich zu machen, wie die Friesen Sturmfluten bewältigt und erklärt haben. Dazu wird auf mentalitätsgeschichtliche und psychologische Ansätze Bezug genommen.



Bericht über die menschliche Entwicklung 2010
Der wahre Wohlstand der Nationen: Wege zur menschlichen Entwicklung


vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP)
Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN), Berlin - 2010

Der „Bericht über die menschliche Entwicklung“ hat seit seinem ersten Erscheinen 1990 weltweit einen tiefgreifenden Einfluss auf die Entwicklungspolitik. Der Bericht 2010 setzt die Tradition fort, herkömmliche Denkmuster über Entwicklung zu hinterfragen. Es werden systematisch die vergangenen zwei Jahrzehnte analysiert. Die höchst unterschiedlichen Pfade der menschlichen Entwicklung zei-gen, dass es keine allgemeingültige Formel für nachhaltigen Fortschritt gibt – und dass auch ohne stetiges Wirtschaftswachstum beeindruckende Verbesserungen über einen längeren Zeitraum sind, vor allem bei Bildung und Gesundheit.
Der Index für menschliche Entwicklung (HDI) ist seit jeher das Markenzeichen des Berichts. Er führt in diesem Jahr eine aktualisierte Version des HDI ein und präsentiert zukunftsweisende neue Indizes – darunter den Ungleichheit einbeziehenden HDI, der in den einzelnen Staaten erstmals die je ungleiche Verteilung beim Zugang zu Bildung und Gesundheitseinrichtungen sowie beim Einkommen erfasst. So kommt es zu ganz neuen Rangfolgen im Länder-Ranking.
Der Bericht blickt jedoch auch über 2010 hinaus. Er beleuchtet kritische Aspekte der menschlichen Entwicklung, die in diesen Indizes nicht erfasst sind - von politischen Freiheiten und Teilhabe am politischen Leben bis hin zu Nachhaltigkeit und menschlicher Sicherheit. Zur Bewältigung dieser Herausforde-rungen ent-wirft er eine breit angelegte Forschungs- und Politikagenda. (Quelle: DGVN)




Bevölkerungsgeographie


von Jürgen Bähr
UTB, Stuttgart - 2010

Das Buch beantwortet grundlegende Fragen der Bevölkerungsgeographie und ihrer Methoden. Die gewählten Beispiele bevölkerungsgeographischer Untersuchungen beziehen sich auf Räume ganz unterschiedlicher Größenordnungen: Die Einzelkapitel sind von der weltweiten Perspektive über die Ebene einzelner Staaten bis hin zur kleinräumigen Betrachtung untergliedert. (Quelle: thalia.de)



Erstellt: 08-12-10
Letzte Änderung: 14-12-10