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Text: Matthias Schneider - 27/04/10

Digital ist besser – Club Transmediale Berlin

Für knapp 10 Tage wird Berlin erneut zum Zentrum der digitalen Kultur. Am 28. Januar eröffnet der Club Transmediale mit dem Medienkünstler und Choreographen Hiroaki Umeda das außergewöhnliche Festivalprogramm aus Musik- und Klangkunstkonzerten, das bis zum 7. Februar die aktuellsten und spannendsten Acts der elektronischen und experimentellen Musik zeigt. Unter dem Festivalthema „Overlap – Sound & Other Media“ präsentiert und analysiert der CTM in Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden die Schnittstellen zwischen Musik und weiteren kreativen Bereichen. Unter anderem werden gemeinsam mit dem Schwesterfestival Transmediale vom 2. bis 7. Februar audiovisuelle Projekte im Haus der Kulturen der Welt gezeigt.

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10 Tage ist ARTE-Online in den Berliner Clubs und diversen Aufführungsorten unterwegs und wird in Form von Interviews und Konzertmitschnitten von den Clubnächten und Performances des Club Transmediale berichten.

Alljährlich pilgert Ende Januar ein buntes Völkchen aus der ganzen Welt nach Berlin, das sich selbst vom kalten und ungemütlichen Wetter dieser Jahreszeit nicht abschrecken lässt. Der Grund ist nicht die Berlinale, die zwei Wochen später den roten Teppich ausrollt, sondern die Veranstaltungsreihe Club Transmediale. Der CTM entstand 1999 als eigenständige Parallelveranstaltung zur Transmediale, dessen Festivalprogramm Kunst und digitale Kultur im Fokus hat.

Club Transmediale - “Overlap – Sound & Other Media“
Festival for Adventurous Music and Related Visual Art
28. Januar bis 7. Februar - Berlin, WMF, HCB, HAU 2 u.a.
Der CTM widmet sich wiederum den aktuellen Trends in der elektronischen und experimentellen Musikkultur. Überschneidungen sind vorprogrammiert, und so sind die beiden Festivals erneut zusammengerückt, nicht zuletzt durch die gemeinsame Präsentation von Installationen im Haus der Kulturen der Welt sowie die Ausrichtung des Transmediale-Awards. Weltweit gelten die Transmediale und der Club Transmediale als umfassendste Veranstaltung zur digitalen Kultur.

Das Musikprogramm des CTM wartet mit zahlreichen Top Acts der experimentellen Musik auf sowie mit diversen Unbekannten, die meist nur absoluten Insidern geläufig sind. Deshalb als kleiner Vorgeschmack sowie als Empfehlung, ein paar Highlites des CTM Festivals:

  • Hiroaki Umeda
    28.01.2010 HAU2
Minimal und radikal sind die Stücke des japanischen Medienkünstlers und Choreographen Hiroaki Umeda. In seinen Tanzperformances, die durch eine originär visuelle und akustische Sprache bestechen, scheint sich Umeda in einer elektronischen und arithmetische Parallelwelt regelrecht aufzulösen.




  • Architone Yokomono Pro
    31.01.2010 Siegessäule Großer Stern
Wer am Sonntag den 31. Januar zufällig den Kreisverkehr um die Siegessäule passiert, wird vermutlich leicht irritiert sein. Denn die Klangkünstler Geert-Jan Hobjin von Staalplaat Soundsystem sowie Ilpo Vaisanen und Mika Vainio von Pan Sonic verwandeln den Kreisverkehr in eine Klang-Performance. 30 PKW werden ca. 30 Minuten lang in choreographierten Routen um die Siegessäule kreisen und in synchronisierten Klangmustern hupen. (Mehr dazu)




  • Apparatjik
    01.02.2010 WMF
In einem speziell konstruierten Kubus wird das Projekt „Apparatjik“ von Guy A, Jonas A, Magne A und Martin A seine Premiere haben. Die performative Aufführung ist inspiriert von der Bauhaus-Bewegung und Lazlo Moholy-Nagys „Licht-Raum-Modulator“.

  • OM
    03.02.2010 WMF
Die Drone-Metal-Mantras von OM verbinden meditative Repetition und minimalistische Dynamik mit Metal-Gitarren. Wall-of-Sound für Slow-Motion-Headbanger.



  • Hildur Gudnadottir
    03.02.2010 WMF
Die isländische Cellistin Hildur Gudnadottir erregte durch ihre Kollaborationen mit der Experimentalpopband Múm sowie mit den Electroweirdos Pan Sonic viel Aufmerksamkeit in der Musikwelt. Auf dem CTM wird sie ihr vielbeachtetes Soloalbum „Without Sinking“ performen.



  • Charlemagne Palestine
    05.02.2010 Französischer Dom
Charlemagne Palestine ist ein faszinierender Ausnahmepianist, dessen auf Drones beruhende „Resonant Music“ tranceartige Züge aufweist. Der CTM sein Ausnahmekonzert auf der Orgel des Französischen Doms.




  • Four Tet
    05.02.2010 WMF
Kieran Hebden aka Four Tet wird sein aktuelles Album auf dem Club Transmediale vorstellen. Musikalische Trampelpfade interessieren den Produzenten Hebden nicht, der mit Vorliebe durch seinen originären Mix aus Free Jazz, Hip Hop, Elektronika, Garage, Krautrock und Folk musikalisches Neuland ergründet.



Erstellt: 28-01-10
Letzte Änderung: 27-04-10


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