18/02/09
Diskriminierung behinderter Menschen in Europa
Mittwoch, 18. Februar 2009
Diese Sendung können Sie nach der TV-Ausstrahlung online (wieder) sehen - kostenlos - in voller Länge - 7 Tage lang - auf ARTE+7.
Über 50 Millionen europäischer Bürger haben eine Behinderung. Und viele von ihnen werden im Alltag immer noch diskriminiert.
EU-Vorschriften gibt es derzeit nur gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz. Die EU-Mitgliedsländer sind jetzt erst dabei, umfassendere UN-Abkommen zum Schutz der Behindertenrechte zu übernehmen. Die Folge: Die Integration behinderter Menschen ist in Europa sehr unterschiedlich.
Mehr Schutz: Die EU-Behindertenpolitik
Gleichberechtigt und selbstbestimmt leben? Für viele Behinderte in Europa klingt das wie Hohn. Sie leben in Heimen. Wann sie aufstehen, essen oder gewaschen werden, entscheiden sie nicht selbst. Einen Beruf auszuüben, ist ihnen unmöglich. Doch nach dem erklärten Willen der EU-Kommission soll sich das ändern. Sie folgt mit ihrer Antidiskriminierungsrichtlinie dem UN-Abkommen zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Akzeptiert mit Down Syndrom: Großbritannien macht es vor
In Großbritannien nimmt die Zahl der Frauen, die ihr Kind abtreiben, wenn sie erfahren, dass es Down Syndrom hat, seit Jahren kontinuierlich ab. Einen Grund dafür sehen Experten in der veränderten Behindertenpolitik der Briten. Beratungsgespräche und Hilfsangebote würden Mut machen, auch ein behindertes Kind zu bekommen.
Gemeinsam stark: Italien setzt auf Gemeinschaftsschulen
Sonderschulen gibt es in Italien schon seit über 30 Jahren nicht mehr. Integration heißt das Zauberwort. Denn in Italien wurde 1977 ein Gesetz verabschiedet, das alle staatlichen Schulen verpflichtet, auch behinderte Kinder aufzunehmen.
Notprogramm für Milchbauern: Europa hautnah
Das europäische Urthema steht wieder auf der Tagesordnung: die Milch. Angesichts der dramatisch gesunkenen Milchpreise hat die EU überraschend Hilfe versprochen: Subventionen für Milch und Butter. Doch die Exportsubventionen sind umstritten. Kritiker sind überzeugt, sie verzerren den Wettbewerb und schädigen Entwicklungsländer.
Frittenbuden gefährden Belgiens Einheit: die Reportage
Sie sind eines der letzten Symbole belgischer Einheit: die Frittenbuden. Wie sonst nur noch der König und die Nationalmannschaft steht der Verband der Frittenbuden für die Einheit von Flamen und Wallonen. Doch die traditionellen Buden stehen vor dem Aus. Immer mehr müssen schließen und manche befürchten, hier liegt das endgültige Ende belgischer Einheit.
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Bekannt ist Michael Kocab in Tschechien vor allem als Rockstar. Doch seit die Grünen den 54-Jährigen zum Minister für Menschenrechte und Minderheiten ernannt haben, muss er sich auch auf der politischen Bühne Gehör verschaffen.
Finanzkrise belebt Kunstmarkt: die Entdeckung
Die Finanzkrise hat auch ihre guten Seiten. Zumindest auf dem Kunstmarkt macht sich das jetzt bemerkbar: Arbeiten von Modigliani, Pissarro und Degas kommen nach Jahren in den Händen von privaten Sammlern endlich wieder auf den Markt. Kunstexperten glauben, dass der wirtschaftliche Abschwung einige Sammler dazu zwingt, sich von ihren lange geheim gehaltenen Erbstücken zu trennen.
Zoom Europa
Samstag 21. Februar 2009 um 12.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Deutschland, Frankreich, 2009, 43mn)
ZDF / ARTE F
Erstellt: 09-02-09
Letzte Änderung: 25-02-09