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KurzSchluss

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Freitag 14. Juli 2006 um 14.30 Uhr - 30/06/06

Disphoria - Jenseits der Trauer

Ein Film von Yaron Shani

  • Synopsis

Die 23-jährige Danielle zieht sich, für ihre Freunde scheinbar grundlos, in sich zurück und wirkt deprimiert und verschlossen. Über das schreckliche Erlebnis, das ihr widerfahren ist, kann und will sie nicht sprechen. Es fällt ihr immer schwerer, den Schein von Normalität und Fröhlichkeit zu wahren und den Erwartungen ihrer Familie und Freunde gerecht zu werden...


  • Zum Film  

Der Film nähert sich behutsam der Figur und verzichtet auf jeden Voyeurismus. Die kleine, direkte Kamera vermittelt eine große Nähe und Emotionalität. Regisseur Yaron Shani ging bei den Dreharbeiten auf ungewöhnliche Weise vor. Nach sechsmonatigen Proben mit seiner Darstellerin, in denen er ihr nie die wirkliche Handlung - die innere Versteinerung einer jungen Frau nach einer Vergewaltigung - verriet, sondern sie immer nur mit vergleichbaren Situationen und Erlebnissen in die Welt der Hauptfigur einführte, drehte er in nur vier Tagen, mit einem minimalen Team, an realen Drehorten, ohne Maske, Kostüm und Filmlicht, dafür aber mit drei gleichzeitig laufenden Videokameras, den vierzigminütigen Film. Dabei ging der Regisseur so weit, dass er seiner Darstellerin völlig entgegen gesetzte, überraschende Informationen gab.

Ein Beispiel dafür ist die Szene mit dem Schwangerschaftstest. Danielle, bereits ein Nervenbündel voller Schmerz und Scham, erfährt von der Krankenschwester, dass sie von dem Vergewaltiger schwanger ist. Die Szene wird einmal gedreht, gleichzeitig aus mehreren Richtungen, so dass sie eigentlich nicht wiederholt werden muss. Die Darstellung ist perfekt, voller tiefer und echter Emotionen, doch dann sagt Yaron Shani seiner Schauspielerin, die Szene müsse wegen eines technischen Fehlers noch einmal wiederholt werden. Nun jedoch teilt die Krankenschwester der am Boden zerstörten Frau mit, dass sie nicht schwanger ist - die überraschte Erleichterung ist authentisch.

Yaron Shani studierte an der Tel Aviv University im Studienfach Film und Fernsehen und schloss das Studium mit Auszeichnung ab. Während seiner Ausbildung schrieb und realisierte er mehrere Kurzfilme. 2002 leitete er das

Regisseur Yaron Shani über die Dreharbeiten : 
“Wir haben den film mit einer ungewöhnlichen Technik gedreht. Ich habe mit den Schauspielern mehrere Monate an den Figuren und ihren Beziehungen zueinander gearbeitet. Bis zum Dreh wussten die Schauspieler nichts über die Geschichte und sie reagierten in den Situationen wie im realen Leben.“

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Jenseits der Trauer
(Disphoria)
Kurzfilm, Israel 2003, ZDF
Original mit deutschen Untertiteln, Stereo, 40 Min.
Regie: Yaron Shani
Drehbuch: Yaron Shani
Kamera: Ran Aviad, Avigail Sperber
Musik: Ady Cohen
Schnitt: Yaron Shani, Yaron Livne
Ton: Ashi Milo
Produktion: Tel Aviv University
Mit: Mejtal Dohen (Danielle), Izhak Berkman (Alon), Dr. Dalia Admon (Gynäkologin), Mihail Dvir, Lior Sahig, Tamar Hirschberg

Erstellt: 30-06-06
Letzte Änderung: 30-06-06