Mitte der 80er Jahre ist Alec Empire in Punk Bands aktiv. Geboren wurde er 1972 in West-Berlin, sein Vater war Weinhändler, die Mutter Hausfrau. Erste Reibereien mit der Staatsmacht, erlebt er bei einer friedlichen Party. Als Neo-Nazis 1992 ungehemmt durch die Straßen paradieren, ist Alec 20 Jahre alt. Zu der Zeit hat er gerade mal eine Underground Maxi produziert. Am 22. August des selben Jahres belagern 500 Skinheads ein Asylantenheim in Rostock und bewerfen es mit Molotow-Cocktails, das Ganze, unter dem Applaus der Bevölkerung. Erst am fünften Tag schreitet die Polizei ein. Deutschland steht unter Schock. Alec Empire startet sofort seine Gegenoffensive. Zusammen mit Hanin Elias, Carl Crack und Nic Endo gründet er die Band „Atari Teenage Riot“. Die offene Kriegserklärung an die Neo-Nazis lässt nicht lange auf sich warten, kurze Zeit darauf erscheint ihr erstes Album „Future of War“. Die Band lässt keine Gelegenheit aus, um Missstände anzuprangern. 1998 liefern sie die musikalische Kulisse zu einer Demo, auf der sich Gruppierungen der linken „Black Block“ heftigst mit der Polizei zoffen. Die erste Scheibe von „Atari Teenage Riot“, bei einem Indie-Label erschienen, geht 1993 rund eine halbe Million mal über den Ladentisch. Da klingelt es sogar bei den Majors. Wenig später unterschreiben „Atari Teenage Riot“ ihren Major Deal, lassen ihn aber kurz darauf wieder platzen. Mit dem Cash aus dieser Aktion gründen sie das Label „Digital Hardcore“. Alec Empire bleibt der Indie-Szene treu und signt Electro Bands, wie zu Beispiel „Motomark“.
Seit 95 arbeitet Alec solo, unter anderem an Remixes für „Björk“, „Beck“ oder „Nine Inch Nails“. Seinem Engagement hat das keinen Abbruch getan.
Alec Empire : "Die größten Feinde, die wir zu bekämpfen haben sind die Religion und Drogen. Für mich ist es einfach unverständlich, wie jemand bei einer Anti-Globalisierungs-Demo mitmarschieren und einen Joint rauchen kann, während er gegen Mac Donalds protestiert. In den Ländern, in denen Dope hergestellt wird, sind die Drogenbauern und die, die es verarbeiten nämlich die reinsten Sklaven. Die Folgen für die Gesundheit sind mir egal. Wichtig ist allein, woher das Zeug stammt, wie es vertrieben wird und wer dabei den Profit macht. "
Konzert16.07.05 - Dour Festival, Belgien
Neuestes Album
"Futurist" von Alec Empire
bei Digital Hardcore
Links
>> Offizielle Website von Alec Empire
>> Offizielle Website von Digital Hardcore Recordings
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TRACKS
Donnerstag, den 16. Juni um 23.15 Uhr
Wiederholung am Samstag, den 18. Juni um 17.50 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program33
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