Hörprobe "Spirit of Joy"
Arthur Brown : "Wir haben erlebt, wie Club-Besitzer unser Equipment von der Bühne gekickt haben. Manchmal haben sie Leute zusammengetrommelt damit sie uns eine Abreibung verpassen. Dabei hatten wir nur unsere Musik gespielt."Sein Vater hatte das Patent für die elektrische Zahnbürste und die Auto-Karosserie in Eierform. Sohnemann Arthur dagegen erfand die menschliche Fackel und einen brandneuen Sound. Schon als Teenager schrieb er in Form eines Gedichtes, den Text zu seinem Titel „Fire“, der ihn später zum „King of Psychedelic“ machen sollte. Seine Krone wurde der Flaming Helmet, ein brennender Helm, der manchmal leichte Aussetzer hatte.
Arthur Brown : "Der Typ, der den Helm entworfen hatte, war auch dafür zuständig, das Benzin rein zu gießen. Einen Abend war er hackedicht und hat die Hälfte auch über meine Klamotten geschüttet. Beim Anzünden ging ich in Flammen auf. Viele Leute aus dem Publikum schütteten sofort ihr Bier über mich, Literweise. Als ich wieder auf die Bühne stieg war ich klatschnass, aber das Feuer war wenigstens aus."
King Arthurs theatralischer Rock wurde zur Inspirationsquelle für eine ganze Generation, von David Bowie über Black Sabbath bis Alice Cooper. Jimi Hendrix jedoch, weigerte sich mit dem gestörten Pyromanen auf einer Bühne zu stehen. In einem kleinen Badeort im norden Englands geboren, entdeckt Arthur Brown das europäische Festland erst 1965, mitten im Beatnik Fieber. Mit seiner Show tingelt er wie er ein Traveller zwischen den Balearen und Paris, bis 1968 die französische kommunistische Partei Arthur Brown für ihre Wahlkampagne anheuert.
Arthur Brown : "Die hatten uns nach der 68-Revolution eingeladen, um zu zeigen, dass sie die Jugendlichen auf ihrer Seite hatten. Wir waren damals ziemlich heavy drauf aber sie fuhren total drauf ab. Also kam ich während des Gigs, für einen Song splitternackt auf die Bühne. Das war damals der totale Skandal. Die Kommunisten verloren deswegen sogar einen Sitz im Parlament. "
1968 erlebt England seinen „Summer of Love“. Das UFO, ein kleiner irländischer Club im Zentrum von London, wird zum psychedelischen Hot-Spot. Einmal in der Woche fallen die Hippies in den Laden ein, dessen Stammgäste sonst eher auf Folk stehen. Dort geben auch „The Deviants“ und Pink Floyd ihre ersten Gigs. Aber der Superstar ist Arthur Brown, selbst wenn seine Musik allgemein als untanzbar gilt.
Wie bei den meisten Heroes der Psychedelic-Szene, folgt nach dem Höhenflug auch für Arthur Brown und seine Band „The Crazy Worlds“ Anfang der 70er Jahre der Absturz. Zwei der Gründungsmitglieder der Kapelle landen für eine Weile in der Klapse.
Arthur Brown : "Acid Sorten gab es genug: Clearlight, Orange Sunshine, Black Diamond. Einmal, als ich mir was eingeworfen hatte, landete ich im Körper einer Fliege. Ich sah durch ihre Augen. Die haben, glaube ich, über 70 Facetten. Aus Sicht einer Fliege, sieht die Welt ganz anders aus."
38 Jahre nachdem Pete Townsend, der Gitarrist von „The Who“, ihn entdeckte und seinen Hit „Fire“ produzierte, hat King Arthur, den viele, wegen seiner Stimme, für einen schwarzen Sänger hielten, immer noch Feuer unterm Hintern.
Nach einem Projekt mit der deutschen EBM Combo „Die Krupps“, ist der heute 60 Jährige, zusammen mit der mythischen Sixties Band „Pretty Things“, auf Welttournee. Ein Höllenprogramm!
Alben
"Fire the anthology" von Arthur Brown bei Castle
"Journey" von Arthur Brown bei Castle
"Kingdom Come" von Arthur Brown bei Castle
Links
>> Offizielle Wensite von Arthur Brown
>> Informationen, Videos, Hörproben
......................................................................
TRACKS
Donnerstag, den 27. Januar 2005 um 23.20 Uhr
Wiederholung am Samstag, den 29.01 um 17.50 Uhr
Redaktion: ZDF, MME
.......................................................................







per E-Mail verschicken
Facebook
Twitter
RSS

