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10.02.2005 - 23.50 : tracks - 21/03/05

Dream - De La Soul

Pos, Trugoy und Mase sind die wohl lässigsten Rapper der Hiphop-Szene. Seit 15 Jahren sind Humor und Fantasie die Hauptwaffen im Arsenal von De La Soul. Seit 1989 sehen sie den ganzen Rummel im Gangsta-Business eher gelassen.

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Trugoy: "Wir haben zu einer Zeit angefangen, als der Hiphop noch nicht so nah an der Realität war wie heute. Damals war zum Beispiel Big Daddy Kane auf seinem Plattencover verkleidet, als... Wie heißt der Typ noch mal?... Als Julius Cäsar. Damals war Hiphop eine Herausforderung, die Rapper waren kreativ und wollten in erster Linie ihren Spaß haben. Wenn De La Soul heutzutage im Kaninchen-Kostüm antreten würde, inmitten von dieser ganzen oberkrassen 50 Cents und Jay-Zs, dann wäre das nicht so der Renner wie früher."

Die drei Mitglieder von De La Soul kennen sich schon seit der High-School. In ihrer Klasse waren sie die Outsider. Und obwohl sie in Amytiville aufgewachsen sind, das als Kulisse für den gleichnamigen Horrorfilm diente, waren sie von Anfang an Soul-Addicts.
1989 nehmen De La Soul ihr erstes Album auf. Statt ausgelutschter Sounds, liefert ihr Produzent, DJ Prince Paul, Samples vom Psycho-Rock der „Turtles“ und vom Jazz-Pop „Steely Dans“. Und der Titel ihrer Scheibe, „Three Feet high and rising“, wird den vielen Country-Fans unter euch sicherlich ein Begriff sein : es ist ein Song von Johhny Cash.
Auf ihrem ersten Album ist auch der Song „The Daisy Age“ – Die Sonnenblumen-Ära. Sie verstehen ihn als eine sanfte Alternative zu einem immer härter werdenden Rap. Mit dem Love and Peace Image ist aber schon beim zweiten Album wieder Sense.

Trugoy: "Der Song „The Daisy Age “war eher als Metapher gedacht. Wir stellten uns vor, wie unsere Tänzer bei diesem Stück mit Blumen um sich werfen, um den Leuten zu stecken, wie wir zu unserer Musik stehen, dass wir eine positive Einstellung zur Kreativität haben. Mit Woodstock und Flower Power hatten wir überhaupt nichts am Hut. Uns ging es nur um die Idee, die so ein Titel verkörpert."

Von Beginn an, mischen De La Soul beim Kollektiv „Native Tongue“ mit, an der Seite von „Queen Latifah“, den „Jungle Brothers“ und „A Tribe called Quest“. Dank ihrer militanten aber trotzdem positiven Lyrics erobern sie das Publikum. Die Puristen aber, werfen ihnen vor, dass sie im Lauf ihrer Karriere die Street Credibility verloren haben.

Posdnuos : "Als Rapper muss man nicht unbedingt von der Straße kommen. Klar, diejenigen, die aus dieser Szene stammen, hängen es an die große Glocke, und wollen dafür respektiert werden. Ihre ganze Arbeit zielt dann darauf ab. Aber egal woher man kommt, das Wichtigste ist die Glaubwürdigkeit."

Es gibt massig Acts, die in ihre Fußstapfen getreten sind, von „Outcast“ über „Spearhead“ und „Dilated People“ bis“Slum Village“. Aber De La Soul sind die Einzigen, die bis jetzt noch jeden Trend überlebt haben, und eine der ältesten Rap Combos, immer noch unterwegs.

Trugoy: "Dieses Business ist wie ein Haus mit schönen neuen Fenstern, einer klasse Eingangstür, einem tollen Garten, aber die Innen-Einrichtung ist einfach zum Kotzen. Die hat nichts mehr mit dem ursprünglichen Hiphop zu tun. Der Rap ist eine Industrie geworden, in der man binnen kürzester Zeit massig Kohle abzocken kann. Das ist ja eigentlich auch ganz okay. Dadurch schaffen viele unserer Kids den Ausstieg aus dem Ghetto."
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Neuestes album
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Liens
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TRACKS
Eine Reportage von Stéphanie Binet
Donnerstag, den 10. Februar 2005 um 23.50 Uhr
Wiederholung am Samstag, den 12.02 um 17.50 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program33
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Erstellt: 09-02-05
Letzte Änderung: 21-03-05


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