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Ausstrahlung am Freitag, den 17. Oktober 2003 um 19.00 Uhr
Redaktion: SWR, Kobalt
Dream - Laibach

Laibach auf der Bühne im Sommer 2003. Die umstrittenste und bekannteste slowenische Band hat nach sechs Jahren ein neues Album aufgenommen. Die Live-Premiere wird im Heimatort der Band gefeiert, dem slowenischen Bergbau-Nest Trbolje.
Laibach kurz nach ihrer Gründung in den frühen Achtziger Jahren bei einem Konzert in Ljubljana. Von Beginn an spielten sie mit faschistischer Ästhetik - eine Reflektion der Geschichte ihres Landes, das bis 1990 immer unter Fremdherrschaft stand.
"Laibach ist eine Mission, die Fanatismus erfordert."
Als Laibach zusammenfand, herrschte im damals geeinten Jugoslawien noch Tito, der sozialistische Diktator. Als der im Mai 1980 starb, war das der Anfang vom Ende des Vielvölkerstaates. Die Utopie war vorbei.
Laibach schafften es mit ihren militärisch anmutenden Neufassungen von 80er Jahre-Gassenhauern wie "Life is life" und ihrer Selbstdarstellung zwischen Hitlerjugend und Jägerschick, alle Seiten zu provozieren: In Jugoslavien verboten, im Westen als "Faschoband" missverstanden, unterschrieben sie 1986 beim englischen Label Mute Records. Mute-Chef Daniel Miller, der bereits Depeche Mode entdeckt hatte, erkannte ihr Potential.
Daniel Miller: "Laibach sind wie eine Leinwand für die Ängste und Schuldgefühle der Leute. Jeder Zuhörer projiziert die Ängste, die er mit der Vergangenheit verbindet, auf die Band. Laibach provoziert das. Und deswegen kriegen sie manchmal Ärger. Aber das liegt nicht daran, was sie machen, sondern daran, wie die Leute auf sie reagieren."
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Links
> Offizielle Website - http://www.laibach.nsk.si/
> Unoffizielle Website - http://www.nskstate.com/Neuestes Album: WAT
Laibach auf Tour
15.10. Berlin Germany Volksbuehne
16.10. Berlin Germany Volksbuehne
17.10. Graz Austria Orpheum
14.11. Ljubljana Slovenia VIBA
Erstellt: 27-05-04
Letzte Änderung: 15-10-03