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12.04.07 - 23.25 / 17.04.07 - 01.45 - 31/10/08

Dream - Raw Power

Im Gegensatz zu Al Bano und Romina tragen sie die Power nicht nur im Namen. Zeitgleich mit amerikanischen Hardcore-Punkbands wie den Dead Kennedys, startet 1981 die italienische Combo Raw Power. Ihr Song "Fuck Authority", sollte schon bald zur Hymne werden!

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Jello Biafra, Sänger der Dead Kennedys, lädt die Band zu einem Konzert, 1984 im Olympic Auditorium in Los Angeles ein. Raw Power gewinnt damit international Anerkennung. Das hat ihnen bis heute kaum eine europäische Hardcoreband nachgemacht. Ein ziemlich weiter Weg von dem kleinen norditalienischen Dorf in der Nähe von Parma, wo die Brüder Mauro und Giuseppe Coduleppi das Licht der Welt erblicken. Sie stammen aus einer streng katholischen Arbeiterfamilie und schuften, wie ihr Vater auch, in einer Fabrik, bis die Musik sie vom rechten Weg abbringt.

1978: Aldo Moro, ehemaliger Ministerpräsident Italiens und Mitbegründer der christdemokratischen Partei wird von der roten Brigade entführt und nach wochenlanger Gefangenschaft ermordet. Italien ist im Schockzustand. Die Bombenanschläge und Entführungen der radikalen Splittergruppen, die sich aus den Studentenunruhen der Sechziger entwickelt hatten, versetzen Italien über zehn Jahren in Angst und Schrecken. Die Polizei greift schließlich zu extrem autoritären Maßnahmen. In diesen unruhigen Zeiten gründen die Brüder Coduleppi Raw Power. Ihr Publikum: Autonome Anarchos und alternative Punks. Die ersten Konzerte geben sie in besetzten Häusern. Mauro, der einige Zeit in Großbritannien gelebt hat, beschließt jedoch bald, auf Englisch zu singen. Eine Premiere in der italienischen Punkrockszene. Ihren Namen entleiht die Band dem dritten Album von Iggy Pops Stooges. 1984 werden die Italiener von Jello Biafra entdeckt. Der verschleppt sie direkt nach Amerika, wo sie mit seiner Band und Minor Threat auf Tour gehen, und so Teil der ersten kalifornischen Hardcore - Punkwelle werden. Ihr zweites Album verkauft sich daraufhin über alternative Vertriebswege 70 000 mal. Insgesamt sind Raw Power sechs Mal auf USA-Tournee. Kein Wunder, dass die Italiener sich dort wie zu Hause fühlen.

Nach ihrer Rückkehr entwickeln Raw Power einen Hardcore-Punk mit Metal-Einflüssen. Da dachte man in Europa noch, Korn wäre was hochprozentiges für den Magen, nicht für die Ohren. 2002 stirbt Giuseppe Coduleppi während eines Fußballspiels plötzlich an einem Herzinfarkt. 2003 veröffentlichen Raw Power das Album "Still screaming (after 20 years)" - "20 Jahre später schreien wir immer noch“.
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Album
"Still Screaming (After 20 Years)" von Raw Power
bei Six Weeks Records

Links
>> Offizielle Website von Raw Power
>> Raw Power auf myspace
>> Raw Power auf youtube
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TRACKS
Donnerstag, den 12. April 2007 um 23.25 Uhr
Wiederholung am Dienstag, den 17. April um 01.45 Uhr
Redaktion: Program33
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Erstellt: 12-04-07
Letzte Änderung: 31-10-08


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