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Hörprobe : "Baby Doll"
aus "Virgin Ubiquity" (BBE/Pias)Hörprobe : "Sugar"
aus "Virgin Ubiquity" (BBE/Pias)
Vor 63 Jahren im Sunshine-State Kalifornien geboren, wuchs Roy Ayers in den betuchten Vierteln von Los Angeles auf. Als Klavierlehrerin schaffte es seine Mutter zwar ihn für das Piano zu begeistern aber ein Konzert von Lionel Hampton stellte für den kleinen Roy die Weichen: Sein Instrument sollte das Vibrafon werden.
Im „Lighthouse Club“ von Los Angeles beginnt Ayers Karriere. Dort trifft er Herbie Mann, der mit seiner Querflöte eine Mischung aus brasilianischem Bossa und groovigem Jazz zaubert. Herbie fährt sofort auf den jungen Vibrafon-Virtuosen ab, und engagiert ihn von der Stelle weg. Als Roy 1970 in New York eintrifft, ist Miles Davis gerade dabei, dem Jazz ein radikales Lifting zu verpassen.
Durch Miles Davis inspiriert, vermischt Roy Ayers in einer Reihe von Alben Jazz und Funk. 1973 liefert er den Soundtrack zu „Coffy“, einem Kultstreifen der Blaxploitation mit Pam Grier. In Lagos, der Hauptstadt Nigerias, triff Roy Ayers 1979, nach einer Tournee durch Afrika, den King des Afro Beat, Fela Kuti.
Roy Ayers : Die Chemie stimmte sofort. Er sagte, ich sei vom Stamm der Yoruba, wegen meiner Nase. Wir sind sehr gute Freunde geworden. Ich tourte sieben Wochen lang mit ihm durch Nigeria. Das war eine Tolle Zeit. Ich erfuhr mehr über meine Wurzeln, meine afrikanischen Wurzeln, und über die Traditionen der Urvölker. Ich wollte mehr über das Leben im Busch erfahren. Fela sagte: „Den Busch kann man nicht erklären, man kann ihn nur erleben“. Toller Spruch! Er war ein interessanter Mann, sehr politisch engagiert, und sehr geistlich. Er liebte Afrika. Und er war ein begnadeter Künstler, Tänzer, Sänger, Songschreiber und Musiker.
Dank Ayers laufen in den 90ern die Sampler der Rap-Szene Heiß. Sein Sound wird von Guru, von der Combo Gangstarr, über Puff Daddy bis Notorius Big erbarmungslos zerstückelt und digitalisiert. Mary J Blige knackt den Jackpot. Dank eines Samples aus "Everybody loves The Sunshine" liefert sie einen Weltweiten Hit, der sich über drei Millionen mal verkauft.
>> Neuestes Album - "Virgin Ubiquity" (BBE / Pias)
In der Reportage zu sehen
>> Die Archivbilder stammen aus den folgenden DVDs:
- "The Story of jazz" – DVD Aventi Distribution
- "Jazz O Logy presents Hamp & The Duke" – DVD TDK
Links
>> Offizielle Website - Roy Ayers
>> Mehr Infos zu "Virgin Ubiquity"
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TRACKS
Donnerstag, den 26. August 2004 um 23.30 Uhr
Wiederhol. am Samstag, den 28. August um 17.45 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program33
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