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2005.01.06 - 23.20 : tracks - 05/01/05

Dream - Takashi Miike

Über Takashi Miike sagte Tarantino einmal, er sei der durchgeknallteste Regisseur überhaupt. Dies ist die Eröffnungsszene aus seinem Streifen „Dead or Alive“, die mehr oder weniger improvisiert mitten in Kabuki-Cho gedreht wurde, einem heißen Pflaster in Tokio. An die 40 Filme gehen auf das Konto des 44-jährigen Filmemachers. Kein Wunder, wenn man weiß, dass er nie mehr als einen Monat an einem Film schraubt und vier Streifen pro Jahr liefert. Seit frühester Kindheit gedopt mit Manga und Rock-Kultur ist Miike voll auf dem Yakuza Trip. Die einzige Regel, die er bei seinen Filmen respektiert ist, dass es keine Regeln gibt.

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Takashi Miike : "Ich bin in der Altstadt von Osaka aufgewachsen. Meine ganze Schulzeit habe ich dort verbracht. Das Viertel in dem ich wohnte, hatte den miesesten Ruf von ganz Japan.
Unter Kindern galt das Gesetz des Stärkeren. Die Regeln waren sehr einfach: Wer anderen auf die Schnauze haute, hatte immer Recht. Die Erlebnisse aus meiner Kindheit haben meine Filme mit Sicherheit stark beeinflusst.
Ich hatte ein paar Kumpel deren Eltern Yakuza waren. Und einige meiner Freunde und Klassenkameraden sind später selbst Yakusa geworden. Viele von denen waren in meiner Klicke. Deshalb sind die Yakusa für mich keine gefährlichen Typen aus dem Untergrund. Sie sind schon immer ein Teil meines Alltags gewesen. Klar, die Yakusa sind nicht gerade zimperlich. Und ich will hier auch nicht ihre Partei ergreifen. Aber in meinen Filmen, sollen sie nicht als das übliche Klischee rüberkommen."


Miike ist als Regisseur längst Kult, aber dass er noch mehr drauf hat, als Yakuza-Thriller, will er mit seinem Film "Zebraman" beweisen, den er zur Zeit in der Nähe von Tokyo dreht. Darin spielen statt Mafia-Killer, Superhelden die Hauptrolle.
Takashi Miikes „Audition“ erobert 1999 weltweit die Kinosäle. Mit einer Szene tun sich die Kritiker aber besonders schwer.

Takashi Miike: "Ich interessiere mich nicht für den Körper. Ich versuche zu Filmen, was sich in seinem Inneren verbirgt, das Leiden, das tief in uns steckt. Wenn man sich zum Beispiel geschnitten hat, kann man die Schmerzen ganz neu verspüren, wenn man sich auf die Wunde konzentriert.
Ich versuche nicht um jeden Preis, Tabus zu brechen. Ich bin einfach nur der Meinung, dass es noch viel Spielraum für Experimente gibt. Bis heute habe ich lediglich einen Bruchteil dieser unendlichen Welt in Bilder fassen können. Aber ich werde nicht aufhören zu forschen."
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In der Reportage zu sehen
"Dead or alive" – Takashi Miike
"Visitor Q"- Takashi Miike
"Dead or alive : The final"- Takashi Miike
"Audition"- Takashi Miike
"Gozu"- Takashi Miike

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TRACKS
Donnerstag, den 06. Januar 2004 um 23.20 Uhr
Wiederholung am Samstag, den 08.01 um 17.45 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program33
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Erstellt: 05-01-05
Letzte Änderung: 05-01-05


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