"Gods Kingdom" - The Congos (real audio - 3mn58)
Vor dreißig Jahren nahmen „The Congos“ aus Kingston, eines der schönsten Reggae Alben aller Zeiten auf. Es wird zum Soundtrack der nationalen Roots Bewegung, bei der sich die Jamaikaner auf ihre afrikanischen Wurzeln besinnen. 1976 nehmen die drei Rastas ihr Meisterwerk auf. Die Chöre auf „Heart of the Congos“ stammen von den größten Stimmen des jamaikanischen Soul, angefangen bei Gregory Isaacs bis zu den Heptones. Produzent ist ein genialer schräger Vogel namens Lee Scratch Perry. Zwei Jahre zuvor hatte Perry sein legendäres Black Ark Studio gegründet. Hier zaubert er mit einem bescheidenen Vierspur-Rekorder, ein paar Bandechos und viel Erfindungsgeist seinen unverwechselbaren Sound. Die vier „Congos“ lernen sich bei den Rastas kennen, eine Bruderschaft, die in den dreißiger Jahren in Jamaika gegründet wurde. Zusammen nehmen sie an den „Groundations“ teil. Während dieser Rituale, die in den Bergen abgehalten werden, verfluchen sie, zum Beat afrikanischer Percussions, alle Symbole Babylons, darunter die Queen von England, den Vatikan und den Präsidenten der USA.
Die Rastafaris nisten sich in den jamaikanischen Wäldern ein. Sie sehen sich als direkte Nachkommen der Marroons – Sklaven auf der Flucht, die im 16ten Jahrhundert Kolonien nach afrikanischem Vorbild gründeten.
Die „Congos“ benannten sich nach dem afrikanischen Volk, aus dem die meisten Sklaven Jamaikas stammten. 1966 geht für die „Congos“ ein Traum in Erfüllung: Der äthiopische König Hailé Sélassié besucht Jamaika. Für die Rastas ist der Erbe einer Jahrtausend alten schwarzen Dynastie die Verkörperung Gottes.
Ende der 60er Jahre fristen die Rastas in den Ghettos von Kingston ihr tristes Dasein. Doch Roy, Cedric, Kenroy und Watty glauben fest an die Musik.
Schließlich winkt ein Vertrag, doch leider nicht der Jackpot. Als Produzent Perry das Handtuch schmeißt und sogar sein eigenes Studio abfackelt geraten die „Congos“ in Vergessenheit – für die darauf folgenden dreißig Jahre.
Erst 2005 gehen die „Congos“ wieder gemeinsam ins Studio. Zusammen mit den jamaikanischen Reggae-Stars Mac Romeo, U-Roy und Horace Andy nehmen sie eine neue Version ihres legendären Songs „Fischerman“ auf. Darauf folgt ein Album und die Tournee, auf der die durchschnittlich 60 Jahre alten Musiker eine coole Alternative zum aktuellen jamaikanischen Ragga und Dancehall liefern.
Neuestes Album"Swinging bridge" - The Congos
bei Mediacom / Nocturne







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