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Ausstrahlung am Freitag, den 21. Februar um 19.00 Uhr
Redaktion: Kobalt
Dream - The Cure
Eine musikalische Ausnahmeerscheinung feiert Geburtstag: Was vor über 25 Jahren als englische Schulband "The Easy Cure" beginnt, wird bald zu einer der erfolgreichsten Indiebands der Insel. 1978 kommt für Robert Smith, Lol Tolhurst und Michael Dempsey der erste Plattenvertrag. The Cure hat bis heute überlebt und gilt als Inkarnation des Weltschmerzes ganzer Generationen.
Robert Smith
Auf dem ersten Plattencover gab es keine Photos von uns - und wir waren bekannt dafür, eine anonyme Band zu sein. Es gab sogar diese berühmte Schlagzeile über uns: die “Non-Image-Band". 2, 3 Jahre lang wußte niemand, wer wir sind, was keine Absicht war, aber wir gaben nicht viele Interviews und gingen nicht auf Parties - eben echt noch Underground. Aber nach ungefähr 5 Jahren war ich plötzlich auf Titelbildern - und das war's dann.
Dass dieses Gesicht zu Anfang noch etwas anders aussah, beweist das Frühwerk "A Forest" von der 1980er Platte "17 Seconds": 3 scheinbar perfekte Schwiegersöhne machen Musik gut frisiert und ungeschminkt. Aber: Ein paar Jahre später kommen die hochtoupierten Haare und mit ihnen das ungeliebte Grufti-Image.
Doch auch düstere Klänge gehören zu The Cure. Der Frustklassiker "Lullaby" vom `89er Album "Disintegration" gehört trotz finsterem Endzeit-Szenario zu einem der größten kommerziellen Erfolge.
Im eigenen Land immer noch eine Underground-Band, entwickeln sich The Cure international langsam zum Stadionrock-Act. Was nicht ohne Folgen bleibt. Nach der Disintegration Tour verkündet Smith `89 das Ende der Live-Aktivitäten und es kommt zum Eklat mit Gründungsmitglied Tolhurst. Was folgt, ist ein anderthalbjähriger Gerichtsstreit, Gerüchte von offenem Hass machen die Runde. Das Ende steht kurz bevor und nicht zum 1. Mal.
Doch der Freak macht weiter und wechselt die Musiker wie seinen Lippenstift. Nach 3jähriger Schaffenspause erscheint 1992 "Wish", ein kommerzieller Höhepunkt, der auch die MTV-Generation in die Konzerte lockt. Gleichzeitig plant Smith eine Solokarriere - doch die läßt bis heute auf sich warten.
Robert Smith
Es ist nicht so, dass wir an der Band festhalten, weil es eine kommerzielles Unternehmen ist. Zum Beispiel haben wir 92 nach unserem größten Erfolg mit “Wish" 4 Jahre pausiert - was Wahnsinn ist. Alle Plattenfirmen haben gesagt: Ihr seid verrückt, daraus müsst ihr Kapital schlagen - aber ich hatte einfach keine Lust Songs zu schreiben. Ich wollte eine Pause - was gut war. Weil ich mir bewiesen hab, dass nicht der Erfolg wichtig ist. Ich wollte, dass wir gut sind - nicht erfolgreich. Das ist nicht immer das gleiche.
“Cut Here" von 2001 ist das letzte Video, das die Band auskoppelt. In dieser Phase, auch äußerlich schon leicht derangiert, verkündet der Großmeister - inzwischen 42- mal wieder das Ende von “The Cure". Doch solche Ausbrüche sind meist nur von kurzer Dauer.
Pünktlich zum Jubiläum soll eine neue Platte aufgenommen werden. Das wäre Nummer 22. The Cure atmet noch und sagt “Ja" zum Leben.
Erstellt: 27-05-04
Letzte Änderung: 20-02-03