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24.02.2005 - 23.25 : tracks - 23/02/05

Dream - The Melvins

Manche Bands lassen sich auch nach fünfzehn Jahren in keine Schublade stecken. Von Grunge über Death bis zu Doom Metal, haben sie sich jeden Trip gegeben. Jahrelange Hartnäckigkeit hat sich gelohnt. Inzwischen sind sie dermaßen Kult, dass sie 2004 sogar einen Gig im Pariser Centre Beaubourg hatten.

Konzertplakate der Melvins

Aber bis dahin war es ein weiter Weg. Die Band gründet Buzz 1984 in seiner Heimatstadt Aberdeen, im Nordwesten der USA. Er benennt sie nach einem herumschikanierten Arbeits-Kollegen. Die ersten Proben steigen in Papas Garage. Der direkte Nachbar von Buzz hieß Kurt Cobain. Buzz war in Aberdeen schon längst ein Local Hero, als er dem zukünftigen Frontman von Nirvana Gitarren-Unterricht gab. Vor seinem Tod 1994 sagte Kurt Cobain von den Melvins, sie seien Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Musik.

Aus der Seattle-Grunge-Bewegung, sind die Melvins eine der ganz wenigen Bands, die noch unterwegs sind. Mit einer Tournee pro Jahr haben sie seit ihren Anfängen fünf Bassisten verheizt. Sie haben sich aber über die Jahre hinweg immer ihre Unabhängigkeit bewahrt. Das schürt Respekt in der Alternativen Szene. Die Plakate ihrer Konzerte sind im Underground heiß begehrte Sammelobjekte. Sie waren die Vorreiter von Kapellen wie „Limp Biskit“ oder „Korn.“

Buzz Osbourne: "Ich hatte Korn noch nie live gesehen, bevor wir letzten April als Vorgruppe mit ihnen unterwegs waren. Da konnte ich sie mir aus nächster Nähe anschauen. Und was ich sah, war übler, als alles was ich mir vorgestellt hatte. Ich dachte mir: „Wenn das Heavy Metal sein soll, wie nennt man dann erst unseren Sound?“. Das Geschrammel, das sie da von sich gaben, klang nach einer Mischung aus Melvin Riffs und Disco-Beat. Zum kotzen!"

Die Melvins lassen sich nicht in die Karten schauen und schon gar nicht erzählen, wo es lang geht. Kommerz war noch nie ihr Ding, und nur selten gingen sie Kompromisse ein. Fans haben die Melvins auch unter ihren Kollegen, so dass man sie nicht nur auf eigenen Scheiben hört. Wenn eines ihrer Idole an der Tür anklopft, sagen Sie nicht nein zu einem gemeinsamen Projekt. Zusammen mit Jello Biafra von den „Dead Kennedys“ haben sie sogar ein ganzes Album aufgenommen. Manchmal begnügen sich aber auch mit einer Statisten-Rolle, wie im Clip von Beck.
Unter Sammlern sehr begehrt sind auch ihre Soundtracks für die Porno-Filme von Gregory Dark, der heute bei den Clips von Britney Spears Regie führt. Konzerte in Galerien für zeitgenössische Kunst zu geben, ist ihr neuester Kick. Im Centre Pompidou spielten sie die Musik zu einem Kurzfilm des Regisseurs Cameron Jamie, der, wie sie, aus einem kleinen Verpennten Kaff der USA stammt.

Cameron Jamie: "Was mir schon immer besonders an ihrer Musik gefallen hat ist, dass sie alle klassischen Muster der Rock-Musik, wie wir sie sonst hören, systematisch ignorieren. Mich hat ihr Noise-Sound schon immer beeindruckt, weil er einfach schön ist."
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Alben
"Never Breathe What You Can't See" von Jello Biaffra & The Mevins bei Virus300 (2004)
>> MP3 und eine Chronik

"Pigs Of The Roman Empire" von The Melvins & Lustmord bei Ipecac (2004)
>> Infos


Buch und DVD
Neither Here Nor There
228 Seiten und eine CD
bei Ipecac
> > Mehr Infos

Salad of a Thousand Delights
DVD
>> Mehr Infos


Links
>> Die offizielle Website der Melvins
>> Cameron Jamie und The Melvins im Centre Pompidou
>> Cameron Jamie - Zum Film "BB"
>> Konzertplakate der Melvins


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TRACKS
Eine Reportage von Paul Rambali
Donnerstag, den 24. Februar 2005 um 23.25 Uhr
Wiederholung am Samstag, den 26.02 um 17.50 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program33
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Erstellt: 23-02-05
Letzte Änderung: 23-02-05


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