Europa
Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Politik
von Elisabeth Lichtenberger
Primus Verlag, Darmstadt - 2005
Was ist Europa? Weder die Geographie, noch die Geschichte des Kontinents erlauben eindeutige Antworten. Europa ist nicht statisch, sondern nur dynamisch zu verstehen. Es ist der Kontinent, dem es in der Neuzeit gelungen ist, globale Innovationen zu verwirklichen. Von Europa aus haben sich die Papstkirche ebenso wie die Aufklärung, der Kapitalismus ebenso wie die sozialistische Doktrin ausgebreitet. Europa hat ein halbes Jahrtausend Weltgeschichte geschrieben. Vor diesem Hintergrund entstand eine eurozentrische Weltsicht, die allerdings im "amerikanischen Zeitalter" weder machtpolitisch noch kulturell aufrecht zu halten ist.
Bei ihrer Standortbestimmung von Europa bewegt sich Elisabeth Lichtenberger in einem breiten Spektrum von Disziplinen, von den Geowissenschaften, der Geographie und Geostrategie, den historischen Disziplinen, den Sozialwissenschaften, der Ökonomie und Politologie bis zur Regionalplanung. Der historische Sonderweg, die Teilung und das "Projekt Europa" werden ebenso behandelt wie der soziale Wohlfahrtsstaat, die europäische Stadt und im Gegensatz dazu das ländliche Europa und die Agrarwirtschaft. Wirtschaft, Verkehr und die europäische Freizeitgesellschaft werden mit neuesten Fakten vorgestellt und zuletzt ein Ausblick auf die Zukunft Europas gewagt. (Quelle: Verlag)
Eurovisionen
Ansichten guter Europäer im 19. und 20. Jahrhundert
von Ute Frevert
Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt/Main - 2003
Europa vor 100 Jahren: ein Kontinent im "Nationalitätswahnsinn" (Nietzsche) und Kolonialrausch. Heute sind wir alle "gute Europäer". Diese glückliche Wende erfolgt nicht ohne neue wirtschaftliche, politische und kulturelle Grenzziehungen. Totz aller inneren und äußeren Unterschiede bilden sich Gemeinsamkeiten und Identifikationsmöglichkeiten heraus - damals wie heute. (Quelle: Verlag)
Studien zur europäischen Identität im 17. Jahrhundert
von Wolfgang Schmale, Rolf Felbinger, Günter Kastner und Josef Köstlbauer
Verlag Dr. Dieter Winkler, Bochum - 2004
Das 17. Jahrhundert hat das Bewusstsein einer europäischen Identität gekannt, die sich klar von späteren Identitätsbegriffen unterscheiden lässt. In ihr verdichteten sich die auf dem antiken Europamythos gründende Idee der "res publica christiana" (der Christlichen Republik), die Selbstdefinition durch die Profilierung eines "fremden Anderen" (Osmanisches Reich) und die Konzipierung eines europäischen politischen Systems. Zu diesem Ergebnis gelangt die Erschließung neuer Quellen zur Formierung des Europabegriffs, welche in den illustrierten Beiträgen von Rolf Felbinger, Josef Köstlbauer und Wolfgang Schmale analysiert werden. Untersucht wurden dabei nicht nur historiographische, kosmographische und politische Quellen der Zeit, sondern auch Libretti, literarische (auch "dramatische") Werke sowie Europadarstellungen. Die geographische Herkunft der Quellen umfasst West-, Mittel-, Süd- und Ostmitteleuropa (Heiliges Römisches Reich mit Böhmen und Mähren, Niederlande, England, Frankreich, Spanien, Italien und Polen).
Die Staatenwelt Europas
von Werner Weidenfeld (Hrsg.)
Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn - 2006
"Die Staatenwelt Europas", das ist mehr als ein Handbuch über die Mitglieder der Europäischen Union. Das neu konzipierte Buch zeichnet im ersten Kapitel zunächst die besondere historische Situation Deutschlands in der Mitte des Kontinents und seinen individuellen Beitrag zur Einigung Europas nach. Das umfangreiche zweite Kapitel stellt die alten und neuen EU-Mitgliedstaaten sowie darüber hinaus alle übrigen Staaten Europas vor. Es bietet damit ein Panorama ihrer unterschiedlichen politischen Systeme und sozioökomischen Ausgangslagen. Kapitel 3 liefert mit Tabellen und Schaubildern einen Überblick über ausgewählte Kerndaten aller Mitglieder der Union sowie über die EU-Institutionen. (Quelle: bpb.de)
Die Europäische Union (2006)
von Werner Weidenfeld (Hrsg.)
Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn - 2006
Die Europäische Union hat soeben die größte Erweiterungsrunde ihrer Geschichte vollzogen. Im Verfassungskonvent ist der Bestand der Integration grundlegend überprüft worden mit dem Ziel, die Transparenz, Legitimation und Handlungsfähigkeit der EU zu verbessern.
Welche Politikbereiche umfasst die Europäische Union? Wie lässt sich ihr politisches System charakterisieren? Neben einem Einblick in die historische Ausgangslage nach dem Zweiten Weltkrieg wird auch ein Blick in die Zukunft Europas geworfen, ergänzt durch umfangreiche Bibliografien. (Quelle: bpb.de)
Die Macht der Karten. Eine Geschichte der Kartographie vom Mittelalter bis heute
von Ute Schneider
Primus Verlag, Darmstadt - 2006
Wir gehen tagtäglich mit Karten um – dabei nehmen wir die sachliche Richtigkeit der Karten als gegeben. Karten sind jedoch kein objektives, wertefreies Abbild der Welt, sondern immer auch Ausdruck eines bestimmten Weltbilds. Den unmittelbaren Zusammenhang von Weltsichten und ihrer kartographischen Repräsentation veranschaulichen mittelalterliche Karten auf eindrückliche Weise. Sie organisieren die Welt nicht nach uns vertrauten topographischen, sondern nach heilsgeschichtlichen Kriterien. In Klöstern gezeichnet, illustrieren sie die biblische Geschichte der Menschheit mit ihren relevanten Orten. Sie dienten kaum der Orientierung im geographischen als vielmehr im heilsgeschichtlichen Raum. Verschiedenste Repräsentationen der Welt in Gestalt von Karten und Globen sind der eindrucksvolle Ausgangspunkt dieses Buches, an den sich eine Reihe von Fragen anschließen: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Wandel von Karten im Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit und Veränderungen im Wissen über die Welt? Wie kommt es von den heilsgeschichtlichen Mappae mundi des Mittelalters zu den topographischen Karten der Neuzeit? Wie entsteht die uns vertraute Form der Repräsentation der Welt auf Karten? (Quelle: Verlag)






per E-Mail verschicken
Facebook
Twitter
RSS

