Steckbrief: Edelgard LemckeAlter: 62 Jahre
Beruf: Rentnerin
Wohnort: Mecklenburg-Vorpommern
Vor ihrem Aufbruch ins Mittelalter hat die Rentnerin niemandem etwas über das Projekt und ihre Teilnahme erzählt. "Das ist doch meine Sache", sagt sie. "Meinen Freunden und meiner Familie kann ich danach noch genug erzählen." Nach dem Auszug aus der Burg wird Edelgard berichten, dass sie in den sechs Wochen "so acht bis zehn Kilo" abgenommen hat. Mit der Ernährung und den hygienischen Bedingungen im Mittelalter ist sie nie wirklich klar gekommen. Oft hat sie vor Ekel nichts essen können. Aber Edelgard beklagt sich nicht. Lieber macht sie ihre Arbeit und die erfüllt sie mit großer Freude und manchmal auch mit Stolz. "Es ist doch immer schön, wenn man etwas mit seinen eigenen Händen selbst gefertigt hat. Ich finde es schön, wenn ich etwas geschafft habe." Mit großer Hingabe kümmert sie sich um die Tiere auf der Burg.
Die Aufgaben der Mägde
Die Mägde sollen sich in erster Linie um die Arbeiten in der Küche kümmern und dem Küchenmeister zur Hand gehen. Der Küchenmeister ist dort ihr Vorgesetzter. Neben der Zubereitung des Essens müssen sie sich um das Gemüse und die Kräuter im Garten kümmern, den Abwasch machen, Wäsche waschen und insgesamt für Sauberkeit in den verschiedenen Räumen sorgen.
Die Mägde sind dafür verantwortlich, dass früh am Morgen die Eingänge zu den Stuben, wo Adelige und andere vornehme Gäste hereinkommen, gefegt und gereinigt werden. Außerdem muss der Staub von den Schemeln gewischt werden. Danach sind in gleicher Weise die anderen Räume – auch die Küche – sorgfältig zu reinigen und aufzuräumen. Das hat täglich zu geschehen. Eine Magd muss in regelmäßigen Abständen das Stroh der Betten austauschen. Außerdem sind die Mägde für die Herstellung verschiedenster Gebrauchs- und Haushaltsgegenstände verantwortlich, wie Seifen, Reisigbesen, Kerzen, Wolle und Talglichter.




Quelle: Mitteldeutscher Rundfunk






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