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27/06/06

Edelsteintherapie

Die Edelsteintherapie zählt zu den so genannten ganzheitlichen Therapieverfahren, die auf mentaler Ebene wirken sollen. Ausgehend von der Theorie, dass die Entwicklung und das Befinden eines Menschen von seinem natürlichen Kontakt mit Mineralien beeinflusst wird, sollen besonders Edelsteine eine intensive Wirkung auf verschiedene Körperfunktionen haben. Edelsteinen werden hierbei heilende Schwingungen zugesprochen, die Körper und Geist in eine harmonische Einheit bringen sollen und damit das allgemeine Befinden verbessern.

Erste Erwähnung fand diese Therapieform bereits im alten Babylonien, wo Edelsteinmedikamente in Form von Pulvern, Elixieren und Pasten hergestellt wurden. Genaue Anleitungen dazu finden sich auch in der Lehre des altindischen Ayurveda. Ebenfalls mit der Edelsteintherapie beschäftigten sich die römischen Ärzte im 1. Jahrhundert n. Chr., sowie Marbod, der Bischof von Rennes, und Hildegard von Bingen um das Jahr 1100 n. Chr..

Die heutige Edelsteintherapie ist ein Konglomerat aus Überlieferungen, die teilweise sehr unkritisch übernommen wurden. Auch gibt es nahezu keine verlässlichen Studien über die Wirksamkeit und die Wirkweise von Heilsteinen. Allerdings gibt es viele Anwendungsberichte und Beobachtungen von Heilpraktikern.

Wann kann eine Edelsteintherapie angewendet werden?

Edelsteintherapeuten setzen die Therapie ein bei chronischen Beschwerden wie Schmerzen, Unruhegefühlen, Angstzuständen und Verspannungen ein. Hierbei wird meist eine Kombination mit einer Bach-Blüten- oder Aroma-Therapie gewählt. Aber auch akute Beschwerden wie ein Hexenschuss sollen mitunter durch eine reine Edelsteintherapie gelindert werden. Bei seelischen Problemen muss auf jeden Fall eine begleitende psychologische Behandlung erfolgen. Die Edelsteintherapie soll auf keinen Fall als einzige Therapieform gewählt werden, um ein körperliches oder seelischen Leiden zu behandeln. Wie alle Naturheilverfahren ist die Edelsteintherapie allenfalls geeignet, unterstützend zu wirken, schulmedizinische Beweise gibt es jedoch nicht. Schulmediziner tippen eher auf den Placebo-Effekt.


Behandlungsmethoden

Für eine Behandlung werden in der Regel zwischen einem und drei Steine nach bestimmten Kriterien der Beschwerden ausgewählt. Die einfachste Form der Anwendung ist das Tragen der Steine am Körper, etwa in der Hosentasche oder als Kette. Einige Therapeuten halten allerdings eine konkrete Plazierung der Steine auf dem Körper für die effektivste Form. Hierbei werden Körperstellen ausgewählt, an denen sich das den Beschwerden zugrunde liegende seelische Problem körperlich manifestiert. Dafür werden die Körperstellen nach bestimmten Hautzonen eingeteilt, die auch bei der Bach-Blüten-Therapie zur Anwendung kommen. Die Behandlung dauert jeweils zwischen 15 und 30 Minuten. Auch eine Anwendung mit Edelsteinwasser ist möglich.
Einige Therapeuten warnen ausdrücklich vor zu langer Anwendung oder ein Tragen des Steins bei Nacht. Eventuell soll es dann zu einer Überstimulation des Körpers mit unangenehmen Begleiterscheinungen kommen.

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HIPPOKRATES - Gesundheitsmagazin
Dienstag, 04. Juli 2006 um 14.00 Uhr
Wiederholung vom 07. Juni 2005
Redaktion: Heidemarie Petters Koproduktion ZDF -ARTE G.E.I.E.

Erstellt: 02-06-05
Letzte Änderung: 27-06-06