Cannes 2008 - Edito vom 24. Mai - 29/08/08
So schön es auch ist,...
....das Festival nähert sich unausweichlich dem Ende. Bis dahin werden noch einmal einige Register des Arthouse-Kinos gezogen.
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Ach ja, die Promis in den letzten drei Tagen: Mike Tyson und Maradonna ließen sich zur Premiere ihrer jeweiligen Dokumentionen über sie blicken – Tyson (für „Tyson“) beim Feiern in der Edeldisko Baron; Maradonna hatte einen grandioses Auftritt auf der Kinobühne vor der Vorführung von „Maradonna by Kusturica“ von, der Titel macht es unmissverständlich klar, Emir Kusturica. Dann war da noch ein bizarrer Film über Nick Nolte namens „Nick Nolte: No Exit“, in dem der Schauspieler sich selbst und andere Promis interviewt. Und er war natürlich auch da. Popikone Madonna zeigte Präsenz für ihre AIDS-Doku I Am Because We Are. Schließlich half sie mit Sharon Stone auf der alljährlichen AIDS-Gala der Weinsteins.
Zurück zu den Filmen. Am vorletzten Tag des Festivals wird das Kunstkino noch einmal mit allen Facetten zelebriert: Zumindest bei zwei der Filme aus dem Wettbewerb sind die Frauen der Auslöser für tragische Handlungen. Sowohl in My Magic als auch in „Synecdoche, New York“ werden zwei Männer von ihren Ehefrauen verlassen. Im ersteren wird der Mann ein Trinker, bis ihm sein Beruf als Magier wieder neuen Sinn gibt. Im letzteren verkriecht sich der Ehemann in seiner eigene Welt – indem er ein paralleles Universum als gigantische Theaterbühne um sich herum errichtet. My Magic bringt dazu noch eine erfrischende Perspektive in den Wettbewerb: Gedreht von Erik Khoo aus Singapur, unterhalten sich die beiden indischen Hauptdarsteller nur in ihrem Dialekt. Der zweite, Synccdoche, New York, ist nebenbei der einzige Debütfilm im Wettbewerb dieses Jahr und stammt von bis dato Drehbuchschreiber Charlie Kaufman („Adaption“).
Weiterhin zu sehen sind im Wettbewerb „Entre Les Murs“, ein Klassenzimmerdrama von Laurent Cantet (Vers Le Sud) – und Wim Wenders! Der meldet sich wortgewaltig mit dem Thriller The Palermo Shooting zurück, in dem Rocksänger Campino auf mysteriöserweise von einen Killer verfolgt wird. Dennis Hopper darf den Tod spielen.
Verena Dauerer
Erstellt: 24-05-08
Letzte Änderung: 29-08-08