Samstag, 02. Februar 2008 um 20.15 Uhr - 31/01/08
Ein Museum, das nichts zu zeigen hat – das Museum des Kalten Krieges wird eröffnet
Der ehemalige Regierungsbunker, 20 km von der damaligen Hauptstadt Bonn entfernt, war jahrzehntelang das geheimste Bauwerk der Bundesrepublik Deutschland.
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Offizielle Bezeichnung: „Dienststelle Marienthal“. Ein gigantischer Atombunker, wo für den Ernstfall das Büro des amtierenden Bundeskanzlers eingerichtet war. In dem 19 km langen unterirdischen Tunnelsystem waren 895 Büros, 936 Schlafräume, fünf Kantinen und Kommandozentralen, eine Zahnarztpraxis, eine Krankenstation und ein Friseursalon bereit gehalten worden. Im Kriegsfall wären dort 3000 Personen des öffentlichen Lebens vor einem atomaren, biologischen oder chemischen Angriff für eine gewisse Zeit geschützt gewesen. 1997 ist die Anlage als Relikt des Kalten Krieges geschlossen worden. Die Abwicklung erfolgte mit deutscher Gründlichkeit - um danach ein Museum dort einzurichten. Leider wurde fast die ganze Ausstattung im Stil der 60er Jahre auf den Müll geworfen. Im Vergleich zur ursprünglichen Ausstattung konnte relativ wenig rekonstruiert werden. Am 1. März wird das Museum eröffnen. Aus Sicherheitsgründen ist nur noch ein 200m langes Teilstück des ehemaligen Tunnels zugänglich. So vermittelt sich doch eine wenn auch etwas blasse Vorstellung von dem einstigen Ausweichquartier der deutschen Regierung. Als Träger ist der ansässige Heimatverein eingesprungen. Archivaufnahmen, entstanden kurz vor der Schließung, dokumentieren die völlige Zerstörung eines Originalschauplatzes.
Im Internetwww.alt-ahrweiler.dewww.dienststellemarienthal.de
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Metropolis
Samstag, den 02. Februar 2008 um 20.15 Uhr
Redaktion: NDR
Bericht: Edith Bessling
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Erstellt: 31-01-08
Letzte Änderung: 31-01-08