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Geboren wurde Tichý 1926 in Mähren, begann in den späten 40er Jahren eine viel versprechende Karriere als Maler und Zeichner, wandte sich dann der Fotografie zu. Mit den kommunistischen Behörden lag er permanent überkreuz, und zehn Jahre seines Lebens verbrachte er abwechselnd im Knast oder in der Psychiatrie. Doch seine Zeit in Freiheit nutzte der Künstler ausgiebig: Im freiwillig gewählten sozialen Abseits schuf Tichý zwischen 1955 und 1985 ein höchst originelles fotografisches Werk von großartiger formaler Qualität. Für seine Arbeiten verwendete er - wohl vor allem aus materiellen Gründen - fast ausschließlich selbst gebautes Equipment. Aus Konservendosen, Brillengläsern und Holzkisten bastelte er sich mit viel Geschick und Fantasie eigene Kameras. Dieser Umstand trägt nicht unerheblich zu der Eigenständigkeit seines Stils bei - bei Tichý ist tatsächlich jedes Foto ein "Original".
Metropolis wirft einen Blick auf dieses überraschende künstlerische Werk, auf den Künstler selbst und natürlich einen allerersten Blick auf die kommende Frankfurter Ausstellung.
Ausstellungenbis 23.03.08
„Tichy & Cameron“ Magasin 3, Kunsthalle Stockholm
07.03.08
Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main
17.06.08- 07.09.08
Biennale Sydney 2008
24.06.08 – 22.09.08
Tichy Retrospektive, Centre Pompidou, Paris
20.11.08
Einzelausstellung, Douglas Hyde Galerie, Prag

BuchtippTichy
von Tobia Bezzola, Roman Buxbaum (Hg.)
DuMont 2005
ISBN-10: 3832175946
ISBN-13: 978-3832175948
Linkswww.tichyocean.ch
www.kunsthaus.ch







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