Die Minister der 27 Mitgliedstaaten könnten über ein Gesetz in Brüssel entscheiden und ihren nationalen Medien erklären, dass dieses ihnen von den Anderen aufgezwungen wurde. Die europäischen Abgeordneten können nur sporadisch im Parlament anwesend sein und Lektionen darüber erteilen, wie die EU aussehen sollte oder nicht. All dies ist möglich, da die großen europäischen Medien nicht den europäischen Alltag verfolgen und keinerlei Auskunft über Erfolge und Missstände geben. Viele dieser Medien haben noch nicht einmal einen ständigen Korrespondenten in Brüssel! Andere beschäftigen ganz ausgezeichnete Journalisten, doch kommen diese nur bei Gipfeltreffen und Wahlen zu Wort. Würden die großen Medien ihre Informationsrolle während der gesamten Legislaturperiode wahrnehmen, so könnte Frau Durang jeden Abend während der Tagesschau ins Berlaymont eintreten und die europäische Demokratie wäre dadurch gestärkt.
Hoffen wir nur, dass das plötzliche Interesse der Medien an der europäischen Demokratie nicht ab Mitte Juni wieder abflaut. Aber wie Francis Lalanne, der neue europäische Dichter, sagen würde: « Verzeihen Sie mir von Träumen in der Politik zu sprechen.»
Philippe PerchocNouvelle Europe






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