Eine bessere Welt: Nobelpreisträger Joseph Stiglitz
Der amerikanische Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz demonstriert auf einer Reise um die Welt, wie die Chancen und Risiken der Globalisierung in zukunftsfähige Lösungen umgesetzt werden können. Seine Gespräche mit ganz unterschiedlichen Menschen - vom ecuadorianischen Präsidenten über afrikanische Ureinwohner und südamerikanische Arbeiter in der Ölindustrie sowie verärgerte indische Landwirte bis zum ehemaligen Präsidenten von Botsuana - fördern die Widersprüche unserer Zeit zutage und liefern die Ansatzpunkte für globale Lösungsvorschläge.
Während die Globalisierung für einige Länder von Vorteil ist, hat sie sich für andere als Katastrophe erwiesen. Gleich zu Beginn des Dokumentarfilms demonstriert der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz die bittere Ironie der Globalisierung am Beispiel seiner US-amerikanischen Heimatstadt Gary, in der das Unternehmen Inland Steel an einen indischen Großkonzern verkauft wurde.
Erst verloren die Menschen in Gary ihre Arbeit, weil amerikanische Stahlwerke von koreanischen Firmen preislich unterboten wurden. Jetzt reist Bürgermeister Rudy Clay nach China in der Hoffnung, dass chinesische Geschäftsleute in die abgewirtschaftete Stadt investieren und neue Arbeitsplätze schaffen.
Aber auf seiner Reise um die Welt macht Joseph Stiglitz deutlich, dass die Globalisierung durchaus nicht nur für Umweltkatastrophen, geringere Löhne und schlechtere Arbeitsbedingungen steht. Manche Länder, zum Beispiel China und Indien, haben Wege gefunden, die Globalisierung zu ihren Gunsten zu nutzen.
Der Dokumentarfilm - präsentiert von einem herausragenden Denker des 20. Jahrhunderts - macht Hoffnung. Er zeigt, dass Regierungen, die sich des Zerstörungspotenzials ungezügelter Marktkräfte, der Gefahren für die Umwelt und der Grenzen des Freihandels bewusst sind, einen Weg beschreiten können, der ihren Ländern eine Zukunft eröffnet und letztlich Millionen Menschen auf der ganzen Welt zugutekommen kann.
Anschließend ein Interview, in dem der Nobelpreisträger die Globalisierungsfrage vor dem Hintergrund der Finanzkrise aktualisiert.
- Joseph Stiglitz erhielt den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften im Jahr 2001 für seine Arbeiten über das Verhältnis von Märkten und Information.
Um 00.00 Uhr
Gespräch mit Joseph Stiglitz
Diskussion, Frankreich 2009, Erstausstrahlung, 30 Min.
Der Wirtschaftswissenschaftler Jean Pisani-Ferry, und der der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz, beleuchten die Globalisierungsfrage vor dem Hintergrund der Finanzkrise.







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