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Der Zweite Weltkrieg und die US-Army

The War: Wie haben Amerikaner den Krieg erlebt, wie empfanden Deutsche und Franzosen die Ankunft der Amerikaner?

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Der Zweite Weltkrieg und die US-Army

The War: Wie haben Amerikaner den Krieg erlebt, wie empfanden Deutsche und Franzosen die Ankunft der Amerikaner?

Der Zweite Weltkrieg und die US-Army

Mittwoch 16.12.09 um 21.50 Uhr - 08/02/10

Eine grauenerregende Zeit

The War (2)




© Florentine Films
Im Januar 1942 taucht vor Manhattan ein deutsches U-Boot auf, torpediert einen amerikanischen Öltanker, taucht ab und fährt weiter auf der Suche nach neuen Zielen. Bis Ende Januar werden so entlang der Ostküste insgesamt 25 Tanker von deutschen U-Booten versenkt.

„Wir hörten in Mobile oft, dass wieder ein Schiff in der Bucht von Mobile versenkt worden sei. Dass dies stimmte, erkannten wir daran, dass Rettungswesten und Lebensmittelkonserven an unsere Strände gespült wurden“, erinnert sich Katharine Phillips. Auf den Philippinen versuchen unterdessen rund 80.000 durch Hunger, Verletzungen und Krankheiten geschwächte amerikanische und philippinische Soldaten weiter den Vormarsch der japanischen Streitkräfte aufzuhalten. Unter ihnen Glenn Frazier. Vergebens warten sie auf Beistand. Der Südpazifik wird inzwischen von den Japanern kontrolliert und macht ein Durchkommen amerikanischer Schiffe unmöglich. „Es gibt Zeiten“, so vertraut der US-Kriegsminister Henry Stimson seinem Tagebuch an, „in denen Männer sterben müssen.“

Als das amerikanische Kriegsministerium General MacArthur von den Philippinen abzieht, kapitulieren die US-Truppen im April 1942 und treten den als „Todesmarsch von Bataan“ in die Geschichte eingegangenen Gefangenentrek ins Camp O’Donell an, der zu den größten Kriegsverbrechen der Japaner während des Zweiten Weltkrieges zählt. Die Grausamkeiten der Japaner sowie Hitze, Hunger, Durst und Krankheiten kosten unzähligen Gefangenen das Leben. In den USA reagiert die Regierung auf die Aggression Japans indessen mit der Umsiedlung von rund 110.000 Menschen japanischer Abstammung in Internierungslager im Landesinnern der USA. Auch Susumo Satow und Asako Tokunu werden inhaftiert.
Im Pazifik wagt die USA dann ihren ersten Angriff seit Kriegseintritt: Nach dem für die Moral der Amerikaner wichtigen Sieg bei der Schlacht um Midway, gehen im Morgengrauen des 7. August 1942 US-Landstreitkräfte auf der Insel Guadalcanal an Land, wo sie nach monatelangen Kämpfen im November schließlich die Oberhand gewinnen und damit die Expansion Japans im Pazifik stoppen.
Mit dabei ist der 17-jährige Granatwerferschütze Sid Phillips. 1.700 Amerikaner sterben im Kampf um Guadalcanal. Sid Phillips überlebt. Nicht so sein Onkel Charles Tucker. „Als wir Charlie verloren, wurde uns so richtig klar, was eigentlich vor sich ging. Da hatten wir schon den Verlust mehrerer Jungs aus unserem Viertel zu beklagen gehabt. Einer war als Marinepilot umgekommen, ein anderer, ein Pilot der Luftwaffe, galt als vermisst. Überall um uns herum verschwanden die jungen Männer. Meine Mutter verbrachte die meiste Zeit damit, andere Mütter zu besuchen und zu trösten. Es war eine wirklich zutiefst grauenerregende Zeit“, erzählt Katharine Phillips.

Dezember 1941 - Dezember 1942



Erstellt: 22-02-08
Letzte Änderung: 08-02-10