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Foodhunters kulinarische Entdeckungen - 03/09/07

Elefantenapfel

Elefantenapfel oder Holzapfel, lat. Feronia limonia oder F. elephantum, hat Mark am Straßenrand in der indischen Stadt Udaipur entdeckt.

Der Name der faustgroßen Frucht kommt von ihrer extrem harten Schale (die nur der Elefant öffnen kann! In Wahrheit tut es aber auch ein solider Hammer). Der Elefantenapfel gedeiht an wildwachsenden mächtigen Bäumen der trockenen Ebenen Indiens und Sri Lankas. Sie finden sich auch in Festland-Südostasien. Früher wurde köstliches Chutney aus dem Elefantenapfel gemacht, oder er wurde gepickelt. Sie galt wohl schon immer als „armer Leute Essen“, ist mit ihrer Extremschale unpraktisch, enthält große Kerne, die man erst entfernen muss, und verströmt beim Öffnen einen unguten Geruch, der indes rasch verschwindet. Wohl deshalb ist der Elefantenapfel selbst in Indien heute fast völlig vergessen und nahezu unbekannt. Mark fand gleichwohl eine Oma, die ihm das Chutney-Machen zeigte. Er hört vom Reifetest der Frucht: Man lässt sie fallen. Unreif springt sie wie ein Kinderball, reif bleibt sie liegen wie ein nasser Schwamm. Noch in Udaipur probiert Mark, ob der Elefantenapfel für die Gourmetküche taugt. Im Lake Palace Hotel, einen der nobelsten Hotels weltweit, bereitet der Chef eine Fischfarce, die herrlich schmeckt. In Hongkong macht Harlan Goldstein in seinem Restaurant im Börsenviertel ein Elefantenapfelsorbet. Einem Elefanten hat Mark die Frucht auch gefüttert, der wollte lieber Bananen.

Erstellt: 31-08-07
Letzte Änderung: 03-09-07