René Clair, Schüler Feuillades, drehte 1924 nach einem Drehbuch des französischen Grafikers, Schriftstellers und Malers Francis Picabia einen ursprünglich für einen Zwischenakt des Balletts "Relâche" vorgesehenen Experimentalfilm.Der weitestgehende Verzicht auf Handlung, das Experiment mit Laufgeschwindigkeit und Montage sowie die collageartige Überlagerung der Filmbilder lassen einen starken Bezug zum Dadaismus erkennen. Duchamp, Ray sowie Satie - der auch als Komponist für den Film wirkte - sind nur einige Künstler, die Clair vor der Kamera vereint.
Der RegisseurRené Clair (1898 - 1981), dessen Geburtsname René Lucien Chomette ist, ist der Bruder des Regisseurs Henri Chomette. Nach dem Krieg schreibt Clair als Journalist für die Zeitung "L'Intransigeant". 1920 kommt er als Darsteller zum Film. Er wird Regieassistent bei Jacques de Baroncelli. Nach seinem ersten Film "Paris qui dort" (1924) dreht er mit "Entr'acte" für ein Ballet von Picabia einen der wichtigsten Avantgardefilme. Ab den 30er Jahren wird er mit musikalischen Komödien bekannt. Zu Beginn der 40er Jahre arbeitet Clair in Hollywood, wo er vier Filme realisiert. 1960 wird er als erster Filmschaffender in die Académie française gewählt.
Kurzbiographie des Komponisten
Erik Satie (1866 - 1925) ist der Sohn eines französischen Musikverlegers und einer Schottin. 1879 bestand er die die Aufnahmeprüfung am Pariser Conservatoire, verließ jenes jedoch vorzeitig, da er sich von der gängigen Behandlung von Musik abwandte. 1887 ließ sich Satie in der Künstlerkolonie Montmartre nieder. 1898 zog er sich in den Pariser Vorort Arcueil zurück, wo der Tonkünstler bis zu seinem Tod 1925 sich seinen Kompositionen widmete. Der als Exzentriker geltende Musiker war seiner Zeit voraus und beeinflusste gerade junge Musiker, die sich unter dem Namen "Nouveau Jeunes" formierten.






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