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23/01/2007 - Jazz - 28/08/08

Eri Yamamoto

"Cobalt Blue"


Aufgrund ihrer Ausbildung war eine Karriere als klassische Pianistin eigentlich vorbestimmt. Doch als Eri Yamamoto eines Tages das Bebop-Trio von Tommy Flanagan hörte, war es um sie geschehen. Sie beschloss kurzerhand, sich von nun an dem Jazz zuzuwenden.

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In Japan aufgewachsen begann Eri Yamamoto bereits mit drei Jahren klassisches Klavier zu spielen und mit acht Jahren zu komponieren. Während ihrer Schul- und Hochschulzeit studierte sie darüber hinaus Gesang, Viola und Komposition. Als die Japanerin 1995 in New York erstmals Jazz live erlebte, kam dies einer Initialzündung gleich. Yamamoto packte ihre Koffer, reiste nach Big Apple und begann an der New School University Jazz zu studieren.
Dort erhielt Yamamoto unter anderem Unterricht bei dem Bebop-Urgestein Junior Mance, der für sein rhythmisches und bluesgefärbtes Pianospiel bekannt ist, und bei dem legendären Bassisten Reggie Workman, der sowohl dem modalen Jazz als auch dem Free-Jazz zugetan ist.

In Yamamotos Musik spiegeln sich all die erwähnten Stationen kaleidoskopisch wieder, ob in ihrer ausgereiften Technik, beruhend auf der klassischen Ausbildung, ihrer rhythmischen Elastizität, die geprägt vom Bebop ist, oder ihrer Freude am Improvisieren, beseelt vom Geiste des Free-Jazz. Und mit dem Schlagzeuger Ikuo Takeuchi und dem Bassisten David Ambrosio hat sie für ihr Trio zwei gleichwertige Mitstreiter gefunden.

Dennoch ist es Yamamotos beschwingtes, fließendes Pianospiel, welches die Stücke des Albums „Cobalt Blue“ charakterisiert. Sowohl bei ihren Eigenkompositionen als auch den beiden Interpretationen von Cole Porter und George Gershwin fasziniert ihre dynamische Leichtigkeit, mit der sie ihre innovativen Improvisationen meistert.

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Das amerikanische Thirsty Ear Label hat sich längst als verlässliche Adresse für Freunde des experimentellen Jazz etabliert. Für das facettenreiche Programm ist der Freejazz-Pianist Matthew Shipp als Artistic Director verantwortlich. Mit Vorliebe fördert und präsentiert er genreübergreifende Kollaborationen zwischen Jazz und elektronischer Musik. Einen erstklassigen Überblick über das Labelprogramm bietet der „Blue Series Sampler“, mit Werken von Dj Spooky, Mike Ladd, Nils Petter Molvaer, Craig Taborn und William Parker, um nur einige zu nennen. Absolut empfehlenswert!



Matthias Schneider
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Eri Yamamoto
„Cobalt Blue“
Thirsty Ear / Rough Trade / Orkhestra


www.thirstyear.com

Erstellt: 22-01-07
Letzte Änderung: 28-08-08


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