Nach dem Studium der Malerei am California Institute of the Arts unterrichtete Fischl von 1974 bis 1978 Malerei am Nova Scotia College of Art and Design in Kanada. Fischl ist vor allem als Maler emotional aufgeladener Szenen bekannt. Die Darstellung der psychischen Verfassung seiner Figuren lässt häufig auf ein gerade zurückliegendes oder noch bevorstehendes bedeutsames Ereignis schließen. Als Vorlagen verwendet Fischl oft eigene Fotografien. Die Beschäftigung mit dem naturalistisch dargestellten Körper, seinem zentralen Thema, führte ihn zur Malerei des 19. Jahrhunderts und zu den Skulpturen Rodins, deren fleischlicher und muskulärer Körperlichkeit er in seiner eigenen skulpturalen Darstellung nachgeht. Im Unterschied zu dem der Malerei, beschreibt Fischl schon den Entstehungsprozess in der Bildhauerei als vorwiegend körperlichen, tastenden Vorgang: „In der Malerei folgt die Hand dem Auge. Bei der Skulptur folgt das Auge der Hand.“
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