Bereits fünf Tote
In den vergangenen zehn Tagen war es in dem westafrikanischen Land mehrmals zu Zusammenstößen zwischen Anhängern der Opposition und Sicherheitskräften gekommen. Fünf Menschen kamen dabei bereits ums Leben. Die Proteste richten sich gegen die Entscheidung des Verfassungsgerichts, Wade zum dritten Mal zur Präsidentenwahl zuzulassen. Laut der 2001 verabschiedeten Verfassung sind im Senegal nur zwei Amtszeiten erlaubt. Wade argumentiert aber, dass er schon ein Jahr vor Inkrafttreten dieser Regel an die Macht gekommen sei und diese deshalb nicht für ihn gelte.
Zweitältester Staatschef Afrikas
Wade (85) ist nach Simbabwes Staatschef Robert Mugabe (87) der älteste Präsident Afrikas. Die meisten der zwölf Millionen Senegalesen sind unter 30 Jahre alt. Im Falle einer Wiederwahl wäre Wade für sieben Jahre an der Macht - und würde möglicherweise erst als 92-Jähriger in den Ruhestand gehen.
Kein Aufruf zum Wahlboykott
Zur Demonstration in Dakar hatte die Bewegung vom 23. Juni (M23) aufgerufen. In diesem Bündnis sind mehrere Oppositionsparteien und zivilgesellschaftliche Verbände organisiert, die ein neues Mandat für Wade ablehnen. Die Mehrheit der Opposition will die Präsidentschaftswahl nicht boykottieren, weil das Wade und seinem System nur in die Hände spielen würde.







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