
Hohe Auflösung / Niedrige AuflösungNach dem Fall der Berliner Mauer pilgert ein Franzose nach Lettland (ca. 2.500.000 Einwohner), wo er auf viele sich selbst überlassene Straßenkinder trifft. Nach seiner Rückkehr in Frankreich kann er diese Bilder nicht vergessen und versucht ein altes Herrenhaus, das einst einem deutschen Baron gehört hat, im Zentrum des Landes wieder herzurichten, um diesen Kindern ein Heim zugeben. Im Jahre 1993 hat Christophe Alexandre sein Ziel erreicht, er wandelt das Herrenhaus in ein Hotel um, welches vom Dorf finanziell unterstützt wird.
Heute empfängt das Kinderdorf von Grasi etwa dreißig Kinder von zwei bis achtzehn Jahren, die ihm von den Kinderhilfsdiensten der Gemeinden in Lettland, anvertraut werden. Nach der Schule lernen die Ältesten ein Handwerk im nah am Dorf gelegenen Hotel. Da das neue Ministerium für Kinder und Jugend eine, die internationale Adoption fördernde Politik betreibt, geht die Anzahl der Waisen in Lettland allmählich zurück.
Das Kinderdorf nimmt daher verstärkt behinderte Kinder auf, die nicht adoptiert werden. Aber Christophe Alexandre geht noch weiter. Ein französischer Landwirt ist hinzugekommen das französisch-lettische Team zu verstärken, mit dem Ziel einen pädagogischen und biologischen Bauernhof zu erschaffen, der den behinderten Jugendlichen Arbeitsplätze bieten soll. Den Sommer verbringen die Kinder in Frankreich bei Gastfamilien, wo sie Französisch lernen, wie das Beispiel der interviewten Erzieherin zeigt.
Reportage von Sindbad Iksel, Philippe Perchoc und Ryad Fagoul
WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN
- Auf der offiziellen Seite des Kinderdorfs von Grasi finden Sie die Geschichte des Hauses und Informationen über Lettland.






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