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Europa eine Seele geben

Der kulturelle Sektor bietet Ideen, Ressourcen und Erfindungen, die dazu beitragen, Europa aus der wirtschaftlichen Flaute und politischen Stagnation zu helfen.

Europa eine Seele geben

Berliner Konferenz „Europa eine Seele geben“ - 24/11/08

Europas Kultur als Antrieb für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft

Mit ihrer dritten Berliner Konferenz vom 14. und 15. November 2008 brachte die zivilgesellschaftliche Initiative “Europa eine Seele geben” hochrangige Vertreter der europäischen Politik und Wirtschaft mit Vertretern der Geistes- und Kulturwelt zusammen. Wie bei den vorangegangenen Konferenzen von 2004 und 2006 ging es um die Grundidee, dem äußeren Rahmen ökonomischer und politischer Entwicklung einen in der Zivilgesellschaft Europas verankerten kulturellen Kern zu geben.

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Auszüge aus dem Fazit von Simon Mundy:

Verantwortung beginnt in Träumen“, sagte die bulgarische EU-Kommissarin Meglena Kuneva mit einer Zeile von W.B. Yeats. Es geht um den Glauben hinter der Überzeugung, dass die Entwicklung in Europa – politisch, wirtschaftlich und individuell – Kreativität und Innovation erfordert, die aus dem kulturellen Kern der Gesellschaften stammen.

Die Verantwortung, von der Meglena Kuneva hier spricht, meint den dringenden Bedarf, die Bürger durch gemeinsame Werte wieder in den Aufbauprozess Europas einzubinden. Diese Werte, so Kommissarin Kuneva, können mit „Wohlstand, Solidarität und Freiheit“ zusammengefasst werden. Um das zu erreichen, muss in dem Prozess, Europa zu einem für alle seine Bürger funktionierenden Gebilde zu machen, Kultur eine Hauptkomponente darstellen.

Auf der Konferenz wurde über die Mechanismen diskutiert, mit denen diese Werte Realität werden können. Insbesondere wurde der Schluss gezogen, dass man diesen drei Werten nicht näher kommt, solange der politische Wille fehlt, sich über die auf dem Erbe nationaler Mythologie basierenden kulturellen Stereotypen, hinaus zu bewegen. Europa muss die Furcht vor Vielfalt ablegen. Es darf nicht mehr so sein, dass die erste Frage bei einer Begegnung lautet: „Woher kommst du?“.
(...)
Zum vollständigen Artikel von Simon Mundy auf www.berlinerkonferenz.eu
Führungspersonen aus Industrie, Politik (Europa und Einzelstaaten) und Gesellschaft erörterten, wie das politische Vokabular und die Verknüpfungen zwischen privaten und öffentlichen Sphären zu ändern seien. Der ehemalige deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker rief dazu auf, die Sprache der Wirtschafts- und Kulturpolitik zusammen zu bringen, damit klar wird, dass sie dieselben Ziele verfolgen. (...)
Das kulturelle Europa ist viel mehr als nur nationales Erbe. Es beinhaltet einen der dynamischsten wirtschaftlichen Sektoren – die Kunst: Eine enorme Quelle für die Generierung von Arbeitsstellen und Ideen. Künstler und ihre Mitstreiter auf diesem Sektor können entscheidend dazu beitragen, ein neues Modell für eine partizipatorische Demokratie in Europa aufzubauen, bei dem die Einwohner auf der Basis von Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit einbezogen werden. (...)

Der kulturelle Sektor bietet Ideen, Ressourcen, Erfindungen und Menschen, die dazu beitragen, Europa aus der wirtschaftlichen Flaute und politischen Stagnation zu helfen. (...)

Erstellt: 18-11-08
Letzte Änderung: 24-11-08


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