Schriftgröße: + -
Home > Europa erkunden > Europawahl 2009 > TV-Programm

Europawahl 2009

Vom 4. bis zum 7. Juni wählen die Europäer für ihre EU-Abgeordnete. ARTE begleitet dieses Ereignis am Fernsehen mit einer Sonderprogrammierung.

Europawahl 2009

15/05/09

Europwahl 2009 - TV-Programm

Vom 4. bis zum 7. Juni wählen die Europäer für ihre EU-Abgeordnete. ARTE begleitet dieses Event am Fernsehen mit einer Sonderprogrammierung.

Thema / Dokumentation



  • Thema - Europa vor der Wahl

Dienstag, 2. Juni 2009

21:00
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Europa vor der Wahl

Vom 4. bis zum 7. Juni finden in den 27 Ländern der Europäischen Union Wahlen zum Europaparlament statt. Der Themenabend dokumentiert und diskutiert den derzeitigen Zustand der EU.

DETAILS
Dossier
Schließen

Worin unterscheidet sich das islamische Finanzsystem vom westlichen Modell?

Zum Dossier Vom Bazar an die Wall Street

ARTE / © Photo Parlement Europeen

Dienstag, 2. Juni 2009 um 21.00 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Europa vor der Wahl
(Frankreich, Deutschland, 120mn)
ARTE


Vom 4. bis zum 7. Juni finden in den 27 Ländern der Europäischen Union Wahlen zum Europaparlament statt. Mehr als 350 Millionen Wähler und Wählerinnen sind aufgefordert, über die Vergabe der 785 Parlamentssitze zu entscheiden. Der Themenabend dokumentiert und diskutiert den derzeitigen Zustand der EU. Dabei spielt die weltweite Wirtschaftskrise ebenso eine Rolle wie das mangelnde Vertrauen vieler EU-Bürger in eine gemeinsame Verfassung, wie das "Nein" der Iren, Franzosen und Niederländer zum EU-Verfassungsvertrag beweist.

Vom 4. bis zum 7. Juni 2009 finden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. In den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden mehr als 350 Millionen Wähler darüber entscheiden, welche Kandidaten die 785 Sitze erhalten und für fünf Jahre die Belange der EU-Bürger vertreten werden. Erstmals wird auch in den neuen EU-Staaten Rumänien und Bulgarien abgestimmt.
Seit Jahren geht die Wahlbeteiligung für das Europaparlament zurück. Dabei zeigt sich gerade zu Krisenzeiten - man denke an den Georgienkonflikt, die Gaskrise zwischen Russland und der Ukraine sowie die derzeit die Politik und die Medien beherrschende Finanz- und Wirtschaftskrise - wie dringend notwendig eine handlungsfähige Europäische Union ist.
Der Themenabend zur Europawahl will die Zuschauer für die wichtigen europäischen Themen sensibilisieren. Nach einer investigativen Dokumentation folgt live aus dem Straßburger Europa-Viertel eine Diskussionsrunde, die markante Trends und Meinungen aus dem Film aufgreift, sie erläutert und einander gegenüberstellt.


Dienstag, 2. Juni 2009

21:00
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Großes Europa, starke Union?

Seit Sommer 2008 ist die Europäische Union mit Krisen konfrontiert...

DETAILS
Dossier
Schließen

Worin unterscheidet sich das islamische Finanzsystem vom westlichen Modell?

Zum Dossier Vom Bazar an die Wall Street

Dienstag, 2. Juni 2009 um 21.00 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Großes Europa, starke Union?
(Frankreich, 2009, 52mn)
ARTE
Regie: Jean Michel Meurice
Autor: Jean Quatremer
Produzent: Seppia

16:9 (Breitbildformat)

Europa in der Krise? Besinnen sich die Mitgliedsländer der Europäischen Union zur Abwendung der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise auf ihre Gemeinsamkeiten und entwickeln eine gemeinsame Strategie oder zieht sich jedes Land auf sich selbst zurück und versucht, seine Schäflein ins Trockene zu bringen? Die Dokumentation zeigt, dass die EU, ihre Mitgliedsländer und Bürger derzeit vor großen Aufgaben stehen.

Seit Sommer 2008 ist die Europäische Union mit Krisen konfrontiert. Da gab es die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und Georgien, den russisch-ukrainischen Konflikt um Erdgaslieferungen, die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise und auch in den Gaza-Krieg war das politische Europa involviert. Dabei steckt die EU selbst in einer schweren Vertrauenskrise, die im französischen, niederländischen und irischen "Nein" bei den Referenden zum Lissabon-Vertrag zutage trat.
Es stellt sich die Frage, ob all diese Krisen die EU dauerhaft schwächen, weil sich jeder Mitgliedstaat auf seine nationalen Interessen konzentriert. Oder könnte die Union auch gestärkt aus den Krisen hervorgehen? Einerseits hat die Öffentlichkeit die Schutzfunktion von EU und Euro erkannt - so stieg die Akzeptanz der EU in Österreich innerhalb dreier Monate von 38 auf 78 Prozent. Island und die Balkanländer bewerben sich intensiv in Brüssel um den EU-Beitritt und die osteuropäischen Länder um die Einführung des Euro. Sogar der britische Premier Gordon Brown räumte vor dem Europäischen Parlament ein, dass Großbritannien der Finanzkrise ganz auf sich gestellt nicht hätte standhalten können.
Während in der Zeit der Krise die von Zukunftssorgen geplagten EU-Bürger plötzlich einen europäischen Patriotismus entdecken, werden andererseits die Unzulänglichkeiten der EU deutlich. So gibt es nur unzureichende Mittel zur Aufstellung eines gemeinsamen Konjunkturprogramms oder zur Unterstützung der am stärksten gefährdeten Länder, die vom halbjährlich rotierenden Ratsvorsitz abhängigen Institutionen offenbaren ihre Schwächen, und die Versuchungen, Alleingänge zu starten und sich auf die nationalen Belange zurückzuziehen, nehmen zu. Selbst in der gegenwärtigen Feuerprobe bekennen sich einige Staaten immer noch nicht klar dazu, dass nur ein vereintes Europa in der Welt Gewicht hat. Auch das Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon wird dieses Problem nicht lösen können, denn ein Text ersetzt keinen politischen Willen.

Um die Vorgänge der letzten Monate zu verstehen und zukünftige Entwicklungen einschätzen zu können, befragten der Journalist Jean Quatremer und der Filmemacher Jean-Michel Meurice wichtige politische Akteure in ganz Europa. Dazu gehören der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker, Nicolas Sarkozys diplomatischer Berater Jean-David Levitte, der EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung Joaquín Almunia und der Generaldirektor für politische Fragen und Sicherheitsprobleme im französischen Außenministerium Gérard Araud. Außerdem kommen der ehemalige französische Außenminister Hubert Védrine, die Politikwissenschaftler Peter van Ham, Dominique Reynié und Nicole Gnesotto, der Grünen-Politiker Jürgen Trittin und Hans-Ulrich Klose von der SPD zu Wort.


Dienstag, 2. Juni 2009

22:00
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Debatte

Im Mittelpunkt der Live-Debatte stehen die großen Fragestellungen und Wahlkampfthemen der diesjährigen Europawahlen.

DETAILS
Dossier
Schließen

Worin unterscheidet sich das islamische Finanzsystem vom westlichen Modell?

Zum Dossier Vom Bazar an die Wall Street

Dienstag, 2. Juni 2009 um 22.00 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Debatte
(Frankreich, 65mn)
ARTE
Moderation: Thomas Kausch

16:9 (Breitbildformat)

Moderator Thomas Kausch diskutiert mit seinen Gästen aus Anlass der vom 4. bis zum 7. Juni stattfindenden Wahlen zum Europaparlament aktuelle Fragen und drängende Probleme der EU-Bürger. Dabei geht es um den Zustand der Demokratie in Europa ebenso wie um kontinentalen Umweltschutz, die Handlungsfähigkeit von politischen Institutionen und die Reaktion auf die globale Wirtschaftskrise.

Im Mittelpunkt der Live-Debatte aus Straßburg stehen die großen Fragestellungen und Wahlkampfthemen der diesjährigen Europawahlen, die vom 4. bis zum 7. Juni in den Ländern der Europäischen Union abgehalten werden. Zu den wichtigen Themen gehören der Zustand der Demokratie in Europa, die Rolle und Arbeitsweise des EU-Parlaments, wichtige Belange der Volksgesundheit - zum Beispiel der Konflikt um gentechnisch modifizierte Organismen - und des Umweltschutzes sowie die Frage, ob es Europa gelingen wird, die Effizienz und Handlungsfähigkeit seiner Institutionen zu verbessern.
Die Diskussion vor europäischem Publikum wird von Thomas Kausch moderiert und durch aktuelle Kurzreportagen ergänzt.

Die Gäste:

Eva Joly, Kandidatin des französischen Grünen-Bündnisses für die Europawahl 2009.
Sir Peter Torry, ehemaliger britischer Botschafter in Berlin und Madrid
Adam Krzeminski, polnischer Publizist
Joachim Fritz-Vannahme, Leiter der Europa-Projekte in der Bertelsmann Stiftung



  • Wir Europäer - Eine sechsteilige Dokumentationsreihe von Nina Koshofer und Judith Völker

Sonntag, 9. Mai 2010

13:10
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Wir Europäer!

(1): Europa beginnt zu denken (15. Jahrhundert)

DETAILS

Sonntag, 9. Mai 2010 um 13.10 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Wir Europäer!
(Deutschland, 2008, 43mn)
WDR
Regie: Judith Völker, Nina Koshofer

Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Wie hat sich im Verlauf der letzten sechs Jahrhunderte in verschiedenen Ländern Europas eine gemeinsame Zivilisation entwickelt? Auf diese Frage versucht die sechsteilige Dokumentationsreihe, Antworten zu geben. Im Zentrum der Betrachtung stehen jeweils wichtige geistige Strömungen einer Epoche sowie bedeutende Vertreter dieser Ideen, die bis heute die Menschen in Europa prägen und bewegen. Im Mittelpunkt der ersten Folge steht das 15. Jahrhundert, das vor allem das Thema "Individualismus und Rationalität statt Kirche und Schicksal" umtreibt. Die Biografien des Religionskritikers Jan Hus, des Astronomen und Erfinders Nikolaus Kopernikus sowie des Mediziners Andreas Vesalius machen die Umwälzungen und Erneuerungen der Epoche deutlich.

Im 15. Jahrhundert gerät mit dem Ende des Mittelalters die hierarchische Ordnung ins Wanken. Die Antike wird neu entdeckt. Mit der Renaissance erschüttern humanistische Ideen die starren Glaubenssätze der allmächtigen Kirche. Sie verliert langsam das Meinungs- und Veröffentlichungsmonopol.
Jan Hus, geboren 1370, greift den Klerus öffentlich an und fordert "christliche Verhältnisse". Die Kirche soll ohne starke hierarchische Strukturen auskommen, biblische Texte sollen für alle verständlich sein. Hus empört sich in der damaligen multilingualen Weltstadt Prag über den Widerspruch zwischen der kirchlichen Lehre der Armut und dem Leben des Klerus in Reichtum. Die moralische Empörung führt bei Hus zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit der Bibel. Durch den neu erfundenen Buchdruck werden seine Schriften massenwirksam. Obwohl er selbst Priester ist, stellt er sein persönliches Gewissen über das Kirchendogma. 1415 wird er deshalb als Ketzer hingerichtet, auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Die in Europa - auch mit Unterstützung der Kirche - gegründeten Universitäten entwickeln sich zu Stätten freien Denkens. Die Theologie soll sich um Gott kümmern, weltliche Fragen dagegen sind Themen für die Wissenschaften, die in dieser Zeit entstehen. An die Stelle von Religion und Aberglaube treten überprüfbare wissenschaftliche Theorien einzelner Denker, die der Vernunft verpflichtet sind.
Der 1473 geborene Nikolaus Kopernikus ist ein solcher Vordenker, der den akademisch-philosophischen Disput liebt und sich die Öffnung gegenüber der Wissenschaft zunutze macht. Er ersetzt das mittelalterliche Wunschdenken und den Glauben an die Erde als Mittelpunkt der Gestirne durch wissenschaftlich überprüfbare Beobachtungen und Berechnungen. Dabei greift er auf Theoretiker der griechischen Klassik zurück, deren Theorien über 1.000 Jahre unterdrückt wurden, weil sie nicht ins biblische Weltbild passten. Indem er die Sonne zum Mittelpunkt des Universums erklärt, stößt Kopernikus an die Grenzen der damaligen Weltanschauung.
Plötzlich entsteht Erkenntnis aus Erfahrung, durch Handeln, Forschen und Experimentieren. Und die Europäer wagen Schritte in Richtung Mündigkeit, Aufklärung und Rationalität. Die individuelle Gesellschaft unter der Vorherrschaft der Vernunft, die heute als Stück europäischer Identität gilt, nimmt ihren Anfang.
Auch Andreas Vesalius, geboren 1514, sucht nach Wahrheit, nach dem Wissen über die Anatomie des Menschen. Er ist Professor der Chirurgie und gilt heute als Begründer der neuzeitlichen Anatomie sowie des morphologischen Denkens in der Medizin. Der anatomische Atlas von Vesalius, zeitgleich veröffentlicht mit dem Schlüsselwerk von Kopernikus, setzt an die Stelle einer an Astrologie und Aberglaube orientierten Medizin die Erforschung des menschlichen Körpers - unter anderem auch Verstorbener - und der Erkrankungen des Menschen. Darüber hinaus entwickelt Vesalius eine Theorie der Abstammung des Menschen vom Affen über Pygmäen hin zum Menschen. Eine Theorie, die 300 Jahre später von Charles Darwin nachgewiesen wird.

In sechs Teilen erzählt die Dokumentationsreihe die gemeinsame Geschichte einiger europäischer Länder. Die aufgezeigten gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und geistesgeschichtlichen Entwicklungen haben im Laufe der letzten sechs Jahrhunderte die Europäer nachhaltig geprägt und wirkten weit über den europäischen Kontinent hinaus. Die Reihe zeigt die wesentlichen Ideen und Strömungen auf, die Europa definieren sowie die Europäer bis heute charakterisieren und beschäftigen. Im Mittelpunkt jeder Folge steht eine zentrale Idee, die ihre Epoche grundlegend geprägt hat. Dabei wird die jeweilige Ära anhand der Lebenswege historischer Persönlichkeiten anschaulich erzählt.


Sonntag, 9. Mai 2010

16:15
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Wir Europäer!

(4): Europa erkämpft die Freiheit! (18. Jahrhundert)

DETAILS

Sonntag, 9. Mai 2010 um 16.15 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Wir Europäer!
(Deutschland, 2008, 44mn)
MDR
Regie: Judith Völker, Nina Koshofer

Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Wie hat sich im Verlauf der letzten sechs Jahrhunderte in verschiedenen Ländern Europas eine gemeinsame Zivilisation entwickelt? Auf diese Frage versucht die sechsteilige Dokumentationsreihe, Antworten zu geben. Im Zentrum der Betrachtung stehen jeweils wichtige geistige Strömungen einer Epoche sowie bedeutende Vertreter dieser Ideen, die bis heute die Menschen in Europa prägen und bewegen. Der vierte Teil der Reihe steht unter dem Motto "Wir sind das Volk: Freiheit und Mitbestimmung statt Herrscherwillkür". Die Geschichten und Einflüsse von Oliver Cromwell, Marie Gouze und Tadeusz Kósciuszko lassen den Freiheitswillen des 18. Jahrhunderts wieder aufleben.

Im 18. Jahrhundert führen die Europäer sowohl im Namen der Freiheit des Einzelnen als auch um die des Volkes heftige Kämpfe. Herrschaftssysteme und Gesellschaftsordnungen werden gründlich verändert, erste Demokratien entstehen und neue Werte wie Gleichheit, Gerechtigkeit und Freiheit prägen die europäische Mentalität nachhaltig. Frankreich gilt seit der Revolution von 1789 als Mutterland der Freiheitsbewegung. In Paris ertönt der Ruf "Die Natur hat die Menschen frei und gleich geschaffen".
Vorläufer dieses Freiheitskampfes werden in England ausgefochten. Dort fordert Oliver Cromwell, geboren 1599 in Huntingdon, eine dauerhafte Repräsentation des neuen Bürgertums im Parlament. Ohne dessen Zustimmung sollen Beschlüsse des Königs keine Gültigkeit haben. Er kämpft gegen einen uneinsichtigen, absoluten Herrscher "von Gottes Gnaden", der keine Einschränkung seiner Machtbefugnis duldet. Als Charles I. sich weigert, erzwingt Cromwell mit seiner "New Model Army" seine Ziele, klagt den König des Hochverrats an und lässt ihn hinrichten. Damit gibt es in Europa zum ersten Mal eine Regierung ohne Monarchen. In Frankreich setzen die Revolutionäre ihre Forderungen ähnlich konsequent um. Das Herrscherpaar Ludwig XVI. und seine Frau Marie Antoinette sterben unter der Guillotine.
Die Philosophie der Aufklärung geht davon aus, dass die Menschen von Natur aus gleich seien, dass nur die Gesellschaft die Menschen ungleich mache. Doch auch die Revolutionen des 18. Jahrhunderts sorgen nicht für vollkommene Gleichberechtigung. So haben Frauen nach wie vor bedeutend weniger Rechte als Männer. Dagegen wehrt sich Marie Gouze, geboren 1748 in Montauban. Durch öffentliche Auftritte, Reden, Plakataktionen und Theaterstücke macht sie den vorwiegend männlichen Verwaltern der Revolution deutlich, dass der Freiheitsbegriff auch für Frauen gelten muss. Sie kämpft gegen die "herrschenden" Verhältnisse im doppelten Wortsinn: sowohl gegen die Machthaber aus Monarchie, Aristokratie und Klerus als auch gegen Männer, die Frauen, unabhängig von deren gesellschaftlicher Position, keinerlei Rechte zugestehen. Doch ihre "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin" von 1791 findet erst im 20. Jahrhundert Eingang in die Verfassungen Europas. Marie Gouze wird im Terrorjahr 1793 auf dem Schafott hingerichtet.
Die Demokratisierung Europas setzt sich weiter fort. Der Mensch soll nur noch dem eigenen Willen gehorchen und nicht länger fremden Einflüssen unterworfen sein. Dieser Auffassung ist auch der polnische Freiheitskämpfer Tadeusz Kósciuszko. Inspiriert von Studienaufenthalten in Frankreich und praktischen Erfahrungen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, kämpft er in Polen gegen die Privilegien des Adels. Als Preußen und Russland den polnischen Versuch einer freiheitlichen, republikanischen Verfassung durch eine Invasion beenden, fordert Kosciuszko mit dem von ihm organisierten Aufstand die Freiheit der Nation - allerdings erfolglos. In der Schlacht von Maciejowice bei Warschau 1794 wird er verwundet und gerät in russische Gefangenschaft. Doch er bleibt ein Beispiel dafür, dass die persönliche Freiheit ein Motor für die Freiheit des Volkes sein kann. Volkssouveränität statt Herrscherwillkür setzt sich nach und nach durch. Und statt Zensur gilt Meinungs- und Pressefreiheit.




Information / Magazin


  • Zoom Europa - Das europäische Magazin, moderiert von Judith Völker

    Samstag, 6. Juni 2009

    12:00
    per E-Mail verschicken
    per E-Mail verschicken
    Meine Wiederholung
    Meine Wiederholung

    Zoom Europa

    Europawahlen – Warum lässt sich Europapolitik so schlecht verkaufen?

    DETAILS

    Samstag, 6. Juni 2009 um 12.00 Uhr

    Wiederholungen:
    Keine Wiederholungen
    Zoom Europa
    (Frankreich, Deutschland, 2009, 43mn)
    ARTE F / SWR
    Produzent: Compagnie Des Phares Et Balises

    16:9 (Breitbildformat)

    Vier Tage vor den Europawahlen beendet ZOOM Europa die Reportagenreihe über den Wahlkampf und seine Themen in den verschiedenen europäischen Ländern. In dieser besonderen Sendung fragt ZOOM Europa unter anderem, wie es mit Europa nach der Wahl weitergeht. Warum lässt sich Europapolitik so schlecht verkaufen, obwohl sich die Entscheidungen des Europaparlaments immer öfter direkt auf das Leben der EU-Bürger auswirken? Und wie werden die Brüssler Strukturen aussehen, wenn die Entwicklung Europas so weitergeht?

    EU – Warum lässt sich Europapolitik so schlecht verkaufen?
    Vor 30 Jahre wählten die Bürger (aus sechs Ländern) zum ersten Mal das Europaparlament. Seither ging die Wahlbeteiligung stetig zurück und droht in diesem Jahr ein neues Tief zu erreichen, obwohl das EU-Parlament zum ersten Mal eine (wenn auch recht bescheidene) Kampagne in den 27 Mitgliedstaaten gestartet hat, in MTV bei Jugendlichen für Europa geworben wird und auch das Internet im Wahlkampf genutzt wird. ZOOM Europa fragt nach, wer an dem allgemeinen Desinteresse Schuld ist - nationale Politiker, die europäischen Institutionen, die Medien, die sich nur für „leichte“ Themen interessieren, oder die Bürger selbst?

    Bulgarien – Rettung vor der Korruption durch die EU?
    Kann ein von Korruption geplagtes Land Europa überhaupt mit Optimismus begegnen? Die Bulgaren haben so wenig Vertrauen in ihre Regierung, dass sie im Kampf gegen die allgegenwärtige Korruption die EU um Hilfe bitten; manche rufen sogar nach einer europäischen Ersatzregierung. Sind die Erwartungen an die Kandidaten für das EU-Parlament in diesem neuen Mitgliedstaat, in dem zum ersten Mal gewählt wird, hoch, oder werden sie mit den übrigen bulgarischen Politikern über einen Kamm geschoren? In der letzten Reportage der Reihe zur Europawahl begleitet ZOOM Europa bulgarische EU-Kandidaten.

    Belgien – Eine neue Zukunft für die Institutionen?


    „Wenn ich Europaabgeordneter wäre“:
    Angesichts der weit verbreiteten Befürchtung, dass die Wahlbeteiligung am 7. Juni gering ausfallen wird, fragt ZOOM Europa die Bürger, was sie als erstes tun würden, wenn sie selbst als Abgeordnete im Europaparlament säßen.

    Reportagereihe zur Finanzkrise: Jersey, ein Steuerparadies
    Vor vier Jahren traf ZOOM Europa auf der Kanalinsel Jersey die kleine Gruppe der Attac-Mitglieder und den Vertreter der örtlichen Banken. Inzwischen haben die G20 die Insel auf die Liste der Steuerparadiese gesetzt. Die Bänker vor Ort treten jedoch unverändert hochmütig auf und die unbedingte Pflicht, über die Herren der Finanzwelt Stillschweigen zu bewahren, besteht nach wie vor - als wäre nichts geschehen.

    Europa hautnah: Kommt bald ein EU-Ladegerät für Handys?
    Fast jeder EU-Bürger hat schon einmal am eigenen Leib erfahren, wie schmerzlich die Handykosten im Ausland in die Höhe schnellen. Unlängst, kurz vor der Urlaubszeit, beschäftigte sich das Europaparlament mit dem Thema. Mit Unterstützung der Verbraucherorganisationen drängte die EU die Unternehmen dazu, ihre Roamingpreise zu koordinieren. Auch die de-facto-Monopole der Handy-Hersteller und die daraus erwachsenen Berge an Elektroschrott sind der EU ein Dorn im Auge. Wer hätte nicht noch ein altes, unbrauchbar gewordenes Ladegerät zuhause? Die größten Hersteller haben nun zugesagt, ein einheitliches Ladegerät zu entwickeln, das mit allen Marken kompatibel ist. Manche Lobbyisten behaupten jedoch, dieses Versprechen sei rechtlich und technisch nicht zu halten. Der Machtkampf um den europäischen Handymarkt geht also in die nächste Runde.

    Albanien: (K)ein Ende der Blutrache in Sicht?
    Albanien hat sein Beitrittsgesuch bei der Europäischen Union eingereicht. Das Betrittsverfahren wird sich über Jahre erstrecken, doch schon jetzt sind die Probleme bekannt. Eines davon ist der Kanun, das traditionelle Gewohnheitsrecht der Albaner. Seit Jahrhunderten, vielleicht sogar seit Jahrtausenden, herrscht in den abgelegenen Bergregionen des Nordens die Blutrache unter den Familien; Gnade und Verjährung kennt der Kanun nicht. Nichtregierungsorganisationen versuchen – neuerdings mit Unterstützung der EU - dieser blutigen und unzeitgemäßen Praxis ein Ende zu bereiten.



  • Planete Presse

    Freitag, 5. Juni 2009

    19:00
    per E-Mail verschicken
    per E-Mail verschicken
    Meine Wiederholung
    Meine Wiederholung

    Planete Presse

    DETAILS

    Freitag, 5. Juni 2009 um 19.00 Uhr

    Wiederholungen:
    Keine Wiederholungen
    Planete Presse
    (Frankreich, 2009, 43mn)
    ARTE

    16:9 (Breitbildformat)

    Derzeit noch keine Informationen verfügbar.



  • ARTE Info

    Sonntag, 7. Juni 2009

    19:45
    per E-Mail verschicken
    per E-Mail verschicken
    Meine Wiederholung
    Meine Wiederholung

    ARTE Info

    Das europäische Nachrichtenmagazin

    DETAILS
    Dossier
    Schließen

    ARTE Journal bietet den europäischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse des Tages.

    Zum Dossier ARTE Journal

    Sonntag, 7. Juni 2009 um 19.45 Uhr

    Wiederholungen:
    Keine Wiederholungen
    ARTE Info
    (2008, 15mn) ARTE G.E.I.E.

    16:9 (Breitbildformat)

    ARTE Info, das europäische Nachrichtenmagazin, bietet den europäischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse des Tages. Werktags um 12.45 Uhr und täglich um 19.45 Uhr.

    Seit dem 7. Januar wird ARTE Info wird live aus den Straßburger Studios werktags um 12.45 Uhr und täglich um 19.45 Uhr gesendet. Die zwei Nachrichtensendungen von ARTE Info bieten einen aktuellen und weltoffenen Blick auf das internationale Geschehen aus europäischer Perspektive. Ein deutsch-französisches Team aus Redakteuren und Reportern berichtet über die Brennpunkte rund um den Globus.



Erstellt: 15-05-09
Letzte Änderung: 15-05-09


+ aus Europa erkunden