Die Reportage sehen (real video - 3mn14)
Kein Bild vermag die Realität auszuloten. Deshalb ist auch der Dokumentarfilm kein klar begrenzbares Genre. Das wird wieder einmal klar auf dem FID, dem Dokumentarfilmfestival von Marseille, mit seinen über 120 Filmen: Kino jeder Couleur, mit dabei auch Filme, die dem heiligen Begriff der Realität den Respekt verweigern. Jeder dieser Streifen ist auf seine Weise ein Spiegel der Welt.Jean-Pierre Rehm, Gesamtverantwortlicher des FID: "Auch die Bilder eines Dokumentarfilms sind nur Schatten. Auch wenn sie ein getreues Abbild der Dinge darstellen, deren Schatten sie sind, sind sie nicht die Wirklichkeit selbst."
"The Roof" von Kamal AljafariDen Schatten der Vergangenheit geht der palästinensische Filmemacher Kamal Aljafari in seinem Film "The Roof" nach. Er kehrt zurück in sein Land und das seiner Familie, in jenes Plästina, das heute Israel ist. Er denkt über Identität nach, über das, was zwei Völker trennt, die zusammenleben müssen. Er tritt ein für das Lebensrecht beider, jeder mit seiner Vergangenheit.
"VHS" von Nejib BelkahdiFilme machen und zugleich dokumentieren - darum geht es in "VHS" des tunesischen Regisseurs Nejib Belkahdi. Sein in Sousse gedrehter Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von Moncef Kahloucha, von Beruf Anstreicher und Hobby-Filmemacher. Auch wenn sein Held ein Dilettant ist, nimmt der Film seine Leidenschaft fürs Kino sehr ernst.
Wie kein anderes Genre führen uns die Dokumentarfilme in Marseille die prekären Lebensverhältnisse der Menschen vor Augen - und sie zeigen, wie vergänglich Bilder sein können.
Das FestivalDas 17. Dokumentarfilmfestival von Marseille
vom 06. bis zum 11. Juli 2006
im Palais du Pharo - Marseille
>> Offizielle Website des Festivals
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ARTE Kultur
Von Montag bis Samstag um 20.00






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