Der Film hat Soul, weil man nicht nur sieht, sondern spürt, was Fatih Akin an seiner Heimat Hamburg so liebt: die Nächte ohne Sperrstunde in den Kiezkneipen und Clubs, wo er als DJ „Superdjango“ manchmal selbst auflegt.
Fatih Akin: "Also ich mag Soul ganz gerne, weil Soul ist halt Musik von Afroamerikanern, die sich natürlich auch absetzen von den Whiteys durch ihre Musik, und wir konnten uns immer, überwiegend durch Hip Hop mit den Afroamerikanern identifizieren. Als Türke in Deutschland warst du halt immer auch ein bisschen Afroamerikaner, du warst Kanacke, du warst halt n Nigger.."
Aus diesem Gefühl entsteht sein erster Spielfilm: „Kurz und Schmerzlos“, mit 24 gedreht. Der Cast besteht vor allem aus Freunden, das Set ist seine Nachbarschaft und die Story kommt direkt aus dem Leben.
Fatih Akin ist der Straßenfußballer unter den Filmemachern: Er ist so aufgewachsen, kennt den Kiez und die Typen, weiß wie sie reden. Und er liebt die Straße, weil sie für ihn ehrlich ist. Verweise auf Muhammed Ali gibt es immer wieder in Fatih Akins Filmen. Er ist sein Symbol für Widerstand und Haltung.
Musik ist für Fatih Akin: Essen für die Seele. Und so hat er schon lange vor Soulkitchen nach dem Sound einer Stadt geforscht: In „Crossing the Bridge“ dokumentiert er die ganze Bandbreite der Musikszene Istanbuls.
Film
"Soul Kitchen" von Fatih AkinMit: Moritz Bleibtreu , Birol Unel , Adam Bousdoukos...







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