Die Reportage sehen (real video - 2mn59)
Von den Trommlern aus Tokyo und dem syrischen Muezzin Hassan el Haffar bis hin südamerikanischen Barockmessen - im Lauf der Jahre ist das Festival der religiösen Musik von Fez zum Aushängeschild eines aufgeklärten Islam in Marokko geworden.Fes ist nicht nur eine heilige Stadt der Muslime, sondern auch eines der wichtigsten Zentren des Sufismus, einer mystischen Bewegung, deren Anhänger sich aus der Elite und den traditionellen Gewerben rekrutieren. Die Sufi-Bruderschaften treten für Werte wie Glauben, Toleranz und Öffnung ein. Sie haben die marokkanische Gesellschaft nachhaltig beeinflusst.
Faouzi Skali, der Leiter des Festivals von Fes, ist selbst Sufi. Nach dem ersten Golfkrieg beschloss der Hochschuldozent, ein Forum für unterschiedliche religiöse Kulturen zu schaffen.
Faouzi Skali: "Mit extatischem Tanz, geistlichem Gesang und Invokationen versuchen die Anhänger des Sufismus, einen Zugang zu ihrem innersten Wesen zu finden, zur göttlichen Quelle, die in jedem schlummert."
Auf dem Festival in Fez betreten traditionell nach den großen Konzerten die Sufi-Bruderschaften aus ganz Marokko die Bühne: Inbrünstige Gebete, Meditation, Transe. Die Stadt Fes verdankt ihre frühe kulturelle Blüte zum großen Teil den Einwanderern aus dem mittelalterlichen Andalusien, wo Juden, Christen und Muslime friedlich zusammenlebten. An dieses ruhmreiche Erbe möchte Fes heute anknüpfen. Und da setzt das Festival der religiösen Musik starke Akzente - umso mehr, als die Islamisten gute Chancen haben, die nächsten Parlamentswahlen in Marokko zu gewinnen.
Das FestivalLe Festival des Musiques Sacrées du Monde
vom 02. bis zum 10. Juni 2006
in Fès - Marokko
>> Offizielle Website des Festivals
>> Les Nuits Soufies
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ARTE Kultur
Von Montag bis Samstag um 20.00






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