Die Reportage sehen (real video - 5mn20)
Versaille gehört zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten der Welt. Und doch will es sich nicht mit musealem Einerlei und Touristenfang begnügen. Der eigenen Geschichte treu, öffnet das französische Königsschloss jeden Sommer seinen riesigen Park für märchenhafte Theaterabende. "In Versailles gab es schon immer große Feste mit Theater und viel Musik. Das gehörte zum Hofleben. Ludwig der Vierzehnte hatte eine persönliche Vorliebe dafür. Er hat selbst bis zu seinem 30igsten Lebensjahr getanzt." sagt Beatrix Saule, Chefkonservatorin des Schloss Versaille. Intime Theaterabende oder prunkvolle Feste, die sich über die komplette Anlage erwalzten - selbst Lenôtres Gartenarchitektur war eng auf Tanz und Bühnenzauber abgestimmt. Die Kunst im Dienste monarchischer Fetengier machte selbst nicht vor den vierzehn Wäldchen halt - darunter auch der Hain Rocailles, ein besonders barocker Aufführungsort. Und getanzt wird in Versailles bis heute, nachts am Neptunbrunnen. Dieses Jahr hat der argentinische Regisseur Alfredo Arias Brunnen nebst Platz in Beschlag genommen. Seine Inszenierung des Stücks "Die Hochzeit des Kinderkönigs" will eine Brücke zwischen Hofleben und Gegenwart schlagen. Alfredo Arias nimmt Bezug auf die Geschichte, gibt seiner Inszenierung aber auch einen sehr modernen Touch: Für die passenden Tanzschritte sorgte die Choreographin Ana Maria Stekelman, die Musik stammt aus der Feder des französischen Kultduos "Rita Mitsouko".
VorstellungLes Fêtes de Nuit - "Les noces de l'enfant roi"
von Alfredo Arias
bis zum 16. September
Schloss Versailles
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ARTE Kultur
Von Montag bis Samstag um 20.00






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