- Synopsis
Die Hauptfigur in "Fisch" ist ein Mann in fortgeschrittenem Alter. Er kommt in ein Restaurant, dessen Inneres einer Kirche ähnlich sieht, und dessen einziger Gast er bleibt. Ein Kellner, der Züge eines dicken Engels hat, begrüßt ihn, nimmt seine Bestellung auf und verlässt das Restaurant. Der Gast wartet auf seine Rückkehr. Die Zeit vergeht, doch vom Kellner keine Spur. Der Gast wird fast wahnsinnig vor Hunger. Endlich kehrt der Kellner mit dem gewünschten Gericht zurück, doch der Gast scheint in der Zwischenzeit gestorben zu sein...Der Film behandelt das ewige Problem des menschlichen Schicksals, des Hoffens und Wartens sowie der Erfüllung. Er zeigt einen Menschen, der in der Umsetzung seiner Wünsche absolut allein ist und keinen allzu großen Einfluss auf sein Schicksal zu haben scheint. Aber der Schein trügt, denn der Mensch stellt sich Fragen, trifft Entscheidungen - und bleibt von der Gunst des anderen abhängig. Dieser fatalistische Aspekt der Geschichte birgt etwas Ironisches, einen abstrakten schwarzen Humor. Obwohl der Film christliche Symbole verwendet, ist er nicht als religiöser Film angelegt. So wirkt auch die Hauptfigur nicht tragisch, sondern eher grotesk.
- Biographie
Marek Skrobecki, geboren 1951 im polnischen Kalisz, hat sich als Regisseur auf Animationsfilme mit Marionetten spezialisiert. Seinen Studienabschluss macht er an der Akademie der Schönen Künste und der Filmhochschule von Lodz. Im Anschluss erhält er ein Stipendium des British Arts Council und eine Ausbildung im Jim Henson's Creature Shop und bei Aardman Animations. 1988 stellt er seinen ersten Film her, aber erst vier Jahre später findet er mit "Dim", den er in den polnischen Se-Ma-For Filmstudios dreht, seinen eigenen Stil. Er animiert lebensgroße Marionetten - ein absolutes Novum in der Marionettenanimation seines Landes. Seine Erfahrung kommt ihm auch in späteren Filmen zugute, unter anderem in "The Episode" (1988), "Das letzte Sandwich" (1991), "Aum" (1995) und "Märchenbilder" (1998). "Fisch" wurde 2005 sowohl auf dem Internationalen Animationsfilmfestival in Ottawa als auch auf dem Krakauer Filmfestival ausgezeichnet.
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Fisch - Ichthys
Kurzfilm, Polen 2005, ARTE France, Erstausstrahlung, 18 Min.
Regie: Marek Skrobecki
Drehbuch: Antoni Bankowski
Kamera: Mikolaj Jaroszewicz
Musik: Wojciech Lemanski
Schnitt: Teresa Miziolek
Animation: Adam Wyrwas
Ton: Michal Kosterkiewicz
Produktion: Se-Ma-For Film Studio
Wiederholung am Freitag, dem 08. Dezember ab 15.00 Uhr, mit zusätzlich Die Versuchung von Gaël Brisou und Firn von Axel Koenzen.







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