Tiefenmuskulatur ist wichtig – sie stabilisiert Wirbel und Gelenke, sollte also immer kräftig und aktiv sein. Aber sie ist es oft nicht. Dann drohen Gelenkverschleiß, Bandscheibenvorfall oder Arthrose. Das Training mit Schwingstäben beugt vor. Wer ist dafür geeignet? Gibt es noch andere positive Effekte?Wer es mit dem Ftness-Training übertreibt, belastet seinen Körper, vor allem die Bänder und Gelenke. Das Training mit Schwingstäben verspricht keine solchen Nebenwirkungen. Die Schwingungen mit dem Stab gehen bis tief in den Körper. Der Körper versucht unbewusst, die Fliehkräfte auszugleichen. Dabei wird die Tiefenmuskulatur aktiviert, verborgene Muskelfasern, die Menschen willentlich gar nicht steuern können: Sie stützen den ganzen Skelett-Unterbau.
Schwingstäbe wurden ursprünglich für die Physiotherapie entwickelt. Sie aktivieren und stärken schonend die Tiefenmuskulatur auch rund um kaputte Gelenke.
Bei den Schwingstäben geht es aber nicht nur um die Kräftigung der Muskulatur. Auch das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Muskelgruppen ist wichtig. Durch den Schwingstab wird dieses Zusammenspiel sehr gut trainiert. Es ist also nicht nur der Kraftaspekt, sondern auch ein koordinativer - propriozeptiver Aspekt - der eine wichtige Rolle spielt.Patienten, die Rücken- oder Gelenkprobleme haben, sollten diese Therapie mit ihrem Arzt absprechen oder die Übungen unter fachlicher Anleitung machen. Aber im Fitnessbereich sind den Bewegungsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Der Körper ist dabei ständig gespannt, sonst schwingt der Stab nicht. Das stärkt einerseits die so genannten Rückenstrecker - und strafft gleichzeitig Bauch, Beine und Gesäß .
Gemeinsam ist diesen neuen Methoden eins: Gelenke und Bänder können nicht überbeansprucht werden, auch bei Anfängern. Beim Schwingen bleibt außerdem der Puls genau in dem Bereich, in dem der Körper Fett verbrennt. Das ist nicht nur für den Kreislauf ideal, sondern macht auch noch schlank. Kein Wunder, dass das Schwingen in den Fitnessstudios boomt.
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HIPPOKRATES - Gesundheitsmagazin
Dienstag, 17. Januar 2006 um 14.00 Uhr
Redaktion: Birgit Engel Koproduktion BR-ARTE G.E.I.E.






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