Wann wird gewählt?
Vom 4. bis 7. Juni 2009. Die Niederländer und Briten wählen zuerst, weil dort traditionell am Donnerstag gewählt wird. Dann folgen die anderen EU-Länder. In Deutschland und Frankreich wird am Sonntag den 7. Juni gewählt.Wer wird gewählt?
736 Abgeordnete, statt bisher 785. Die Zahl wurde provisorisch reduziert, bis der Vertrag von Lissabon in Kraft tritt.Wer darf wählen?
Alle EU-Bürger, die in ihrem Land das Wahlrecht haben. (Erstmals werden dieses Jahr auch die Rumänen und Bulgaren mitwählen.)Diejenigen, die in einem anderen EU-Mitgliedstaat leben, können entweder in ihrem Herkunftsland oder im Land ihres Wohnsitzes wählen.
Wie funktioniert die Wahl?
Für jeden Mitgliedstaat ist eine feste Anzahl von Sitzen zu vergeben (Deutschland hat zur Zeit 99 Sitze, Frankreich 72).Gewählt wird europaweit nach dem Verhältniswahlrecht, es gibt eine 5%-Prozent-Sperrklausel.
Sehen die Wahllisten EU-weit gleich aus?
Nein.Obwohl es im EU-Parlament länderübergreifende Fraktionen gibt, z.B. die EVP (Konservative) oder die PSE (Sozialdemokraten), stellen die Parteien der Mitgliedsländer für diese Wahl eigene nationale Wahllisten auf.
In Deutschland treten also z.B. CDU/CSU oder SPD mit ihren Kandidaten an, in Frankreich die der Regierungspartei UMP oder der Sozialistischen Partei.
Gibt es auch "echte" länderübergreifende europäische Parteien?
Ja, etwa die "Newropeans", "Europe United", oder "Europe-Democracy-Esperanto".Sie dürften aber meist an der 5-Prozent-Klausel in den einzelnen Ländern scheitern. Auch die europakritische irische Bewegung "Libertas" hat sich als Partei gegründet und wird in mehreren EU-Ländern antreten.







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