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12.05.05 - 23.15 : tracks - 12/05/05

Freaks

Sie sind rätselhaft, Furcht erregend, faszinierend und doch so menschlich: Die Freaks der Wanderzirkusse sind zu Ikonen einer ganzen Generation geworden die gegen den Mainstream schwimmt.

Die Darsteller für seinen Film „Freaks“, von 1932, rekrutierte Regisseur Tod Browning direkt an der Quelle, bei den Freak-Shows, die damals quer durch die USA tingelten. Freak-Shows waren Wander-Zirkusse auf denen Menschen mit außergewöhnlichen Behinderungen zur Schau gestellt wurden, die so genannten „Freaks“. Aber anders, als das vielleicht klingen mag, wurden die Freaks in ganz Amerika, wie echte Stars behandelt. Manche ließen sich sogar zum Freak „umbauen“. „Omi, der Zebra-Mensch“ war ein Schottischer Aristokrat, von Kopf bis Fuß tätowiert. In den 60er Jahren wurden die Freak-Shows schließlich verboten. Ihre Stars sind bis heute eine Referenz für Outsider geblieben.

  • Film - "Freaks" von Tod Browning
Freaks (1932)
Ein Film von Tod Browning
Mit Wallace Ford, Leila Hyams, Olga Baclanova
Der Liliputaner Hans tingelt mit einem Wanderzirkus durch die Lande, wo er gemeinsam mit einer Handvoll anderer körperlich missgestalteter Menschen im Rahmen einer "Freakshow" auftritt. Gerade weil sie täglich von den zahlenden Gästen als "Missgeburten" und "Monströsitäten" bezeichnet und verspottet werden, halten die Freaks zusammen wie Pech und Schwefel - und ein ungeschriebenes Gesetz unter den "Andersartigen" verlautet, dass jede Beleidigung eines Freaks mit einer Verleumdung aller Freaks gleichzusetzen ist.

Frieda, die ebenfalls kleinwüchsig ist, beobachtet schon seit einiger Zeit, dass Hans alles versucht, die Aufmerksamkeit der schönen, "normalen" Trapezkünstlerin Cleopatra zu erregen. Die nimmt seine Komplimente und kostspieligen Geschenke dankend an, macht sich jedoch hinter seinem Rücken bei ihrem wahren Liebhaber, dem Muskelmann Hercules, über ihn lustig. Das Blatt scheint sich erst zu wenden, als sie von einem nicht unbeträchtlichen Vermögen erfährt, welches ihr kleiner Verehrer geerbt hat. Sie beginnt, seine Zuneigung zu erwidern - und mit dem hinterhältigen Plan, ihn später zu töten und das Erbe anzutreten, wird schliesslich geheiratet. Erst auf der folgenden Feier muss der vor Liebe blinde Hans einsehen, dass er einen schweren Fehler gemacht hat - doch es ist bereits zu spät: Cleopatra hat seinen Wein vergiftet, um Hans ins Jenseits zu befördern. Er überlebt zwar, doch nun zieht sie endgültig den Hass seiner "Kollegen" auf sich. In einer regnerischen Nacht nehmen sie fürchterliche Rache an den beiden geldgierigen Zirkusstars. Die Freaks töten Hercules... und machen Cleopatra zu einer der ihren!
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  • Fotografie - Diane Arbus
Diane Arbus, geboren 1923 in New York, machte ihre ersten Bilder Anfang der 40er Jahre, nach ihrer Heirat mit Allan Arbus. Ab den 60er Jahren wurden ihre Fotografien in amerikanischen und internationalen Zeitschriften veröffentlicht. 1963 und 1966 erhielt sie das John Simon Guggenheim Stipendium. Obwohl ihre Bilder zu ihren Lebzeiten nur in einer einzigen Museumsausstellung zu sehen waren, galt Diane Arbus als eine der prägnantesten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Sie starb im Jahr 1971.

Aus der Welt der Außenseiter, der Phantasten, Transvestiten, Kleinwüchsigen und Riesen, der Stripperinnen, Zirkusleute und Nudisten, der lautstarken Patrioten und alten Ladies, der Verliebten, Schwangeren und Behinderten stammen ihre bevorzugten Bildmotive. Die bezwingende Intensität des Ausdrucks ist nicht selten das Resultat lang währender und eingehender Beziehungen oder ausgefeilter und aufwendiger Inszenierungen.


Ausstellung
Diane Arbus Revelations
bis zum 30. Mai 2005
The Metropolitan Museum of Art
1000 Fifth Avenue at 82nd Street
New York
>> Offizielle Homepage


Buch
Diane Arbus
Revelations / Offenbarungen
Deutsch - Englisch
Schirmer und Mosel Verlag, München 2003
ISBN 3829600895



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TRACKS
Donnerstag, den 12. Mai um 23.15 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program 33
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Erstellt: 10-05-05
Letzte Änderung: 12-05-05


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