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Eric Rohmer umgibt sein Leben und seine Person gern mit einem Hauch von Geheimnis. Keiner weiß genau, wann und wo er geboren wurde ...

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Eric Rohmer umgibt sein Leben und seine Person gern mit einem Hauch von Geheimnis. Keiner weiß genau, wann und wo er geboren wurde ...

Porträt

Eric Rohmer - 02/09/08

Frühlingserzählung

Auf einer Party lernen sich zwei Frauen kennen. Die junge Natacha besucht ein Konservatorium, Jeanne, die Ältere, ist Philosophielehrerin an einem Pariser Gymnasium. Als sich beide rasch angefreundet haben, versucht Natacha, Jeanne gegen die Geliebte ihres Vaters auszuspielen, die sie nicht ausstehen kann. Erster Teil der „Vier Jahreszeiten“ von Eric Rohmer.

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Jeanne, Philosophielehrerin an einem Pariser Gymnasium, hat ihre Wohnung vorübergehend ihrer Cousine Gaëlle überlassen. Doch in der Wohnung ihres Freundes fühlt sie sich ohne diesen nicht wohl. So nimmt sie gern die Einladung der jungen, hübschen Natacha an, in der Wohnung von Natachas Vater Igor zu übernachten. Der Hausherr ist auf Reisen, taucht aber am nächsten Morgen überraschend auf, als Jeanne unter der Dusche steht. Natacha lebt allein mit ihrem Vater, seitdem ihre Mutter die beiden verlassen hat. Natacha mag Igors Geliebte nicht und würde sie gern ausbooten, und dazu kommt ihr Jeanne gerade recht. Igor hat ein Landhaus in Fontainebleau. Dort nehmen die Dinge ihren Lauf...

Nach „Moralische Geschichten“ und „Komödien und Sprichwörter“ ist „Vier Jahreszeiten“ der dritte filmische Zyklus des heute 87-jährigen Eric Rohmers. Im Eröffnungsfilm, der „Frühlingserzählung“, geht es - wie so oft bei Rohmer - um menschliche Beziehungen in einer Kleingruppe. Sympathie und Antipathie, mitbestimmt durch erotische Schwingungen, steuern gleich einer Naturkraft das Geschehen und werden zugleich durch Vernunft und gesellschaftliche Konventionen im Zaum gehalten. Nicht von ungefähr ist Jeanne Philosophielehrerin: Der Logik verpflichtet, hält sie zu ihrem abwesenden Freund, auch wenn sie sich vorübergehend in Natachas kleine Intrige hineinziehen lässt. Fast schwerelos lässt Rohmer dieses Spiel der Kräfte und Temperamente ablaufen, akzentuiert durch intelligente Dialoge mit emotionalen Zwischentönen, denen man ebenso gespannt und amüsiert folgt wie dem nuancierten Spiel hervorragender und erstklassiger Darsteller.

Frühlingserzählung
103 Min.
Frühlingserzählung
(Conte de printemps)
Spielfilm, Frankreich 1990, ARTE France
Deutsche Synchronfassung
Regie und Buch: Eric Rohmer
Kamera: Luc Pagès
Schnitt: María Luisa García
Musik: Robert Schumann, Ludwig van Beethoven
Produktion: Investimage, Les Films du Losange
Produzentin: Margaret Ménégoz
Mit: Anne Teyssèdre (Jeanne), Hugues Quester (Igor), Florence Darel (Natacha), Eloïse Bennett (Eve), Sophie Robin (Gaëlle) u. a

Erstellt: 30-08-07
Letzte Änderung: 02-09-08