Tommy: "Manche Abonnenten wollen sich nur aufgeilen, nutzen aber die Gelegenheit, um etwas Gutes zu tun. Und dann gibt es die, die für einen guten Zweck spenden wollen, vorher aber nie etwas mit Pornografie am Hut hatten. "Tommy und Leona leben erst seit Kurzem in Berlin. Heute Abend organisieren sie bei sich zu Hause ein Meeting mit neu dazu gestoßenen Naturliebhabern. Engagierte Pornografie im Internet ist kein neues Phänomen. Fünf Prozent der Gewinne von Veg-Porn, zum Beispiel, gehen an Vegetarier-Vereinigungen. Das Web ist ein wahres Eldorado für die Porno-Industrie. Warum also nicht Sex und Aktivismus vereinen? Das dachten sich auch die Betreiber von „All Shaved Ladies“, die zehn Prozent ihrer Einnahmen an Hilfsorganisationen für Krebskranke Kinder spenden. Allein 2004 kamen hierfür immerhin 80.000 Dollar zusammen.
„Fuck For Forest“ entstand vor zwei Jahren in Oslo mit der Unterstützung von staatlichen Subventionen. Nach ein paar Monaten erst, merkte die Regierung wohin ihr Geld floss, und drehte den Sex-Aktivisten prompt den Hahn zu. Die 21-Jährige Leona, Mitbegründerin des Ladens, findet die klassischen Umweltschützer viel zu soft.
Leona: "Diese ganzen Umweltschützer tun in Wirklichkeit gar nicht so viel. Die labern nur rum. Damit konnte ich mich nie anfreunden. Ich liebe die Natur und will auch wirklich etwas für sie tun, aber bis jetzt hatte ich nicht das Richtige gefunden. Wenn ein Mädel so etwas wie hier macht, ist das gar nicht gern gesehen. Ich hatte vorher auch nicht damit gerechnet, dass es eine dermaßen harte Arbeit wird. "
Zusammen mit der norwegischen Punk-Kapelle „Cumshots“ legten die zwei Gründer von „Fuck For Forest“ einen Auftritt hin, der ihnen zwar viel Publicity einbrachte, aber auch jede Menge Stress mit der Justiz. In Norwegen, wo Porno-Filme verboten sind, ist jede Performance von „Fuck For Forest“ ein Skandal. Als Tommy während einer Gerichtsverhandlung eine Geldstrafe von 1000 Euro aufgebrummt bekommt, zeigt er dem Richter als Dank, seinen nackten Hintern. Nach diesem Ereignis entscheidet sich das Paar für ein Exil in Berlin.
Doch ihr Ruf ist ihnen vorausgeeilt und die Umweltschutzorganisationen weigern sich ihre Spenden anzunehmen. Auf ihrer Website kann man zwischen zwei Clips auch einen Ablehnungsbrief von Naturschützern anklicken. Sex-Aktivismus ist in der Öko-Branche nicht gern gesehen. Da sie mit allen Umweltschutzorganisationen anecken, haben „Fuck For Forest“ beschlossen, ihre eigene zu gründen.
Zur Zeit schlummert ihr Geld noch auf einem Konto. Aber bevor sie es zum Wohle der Menschheit einsetzen, drehen die Sex-Aktivisten lieber noch ein paar Home-Pornos in Tommy und Leonas Wohnzimmer. Schließlich wollen die 1000 Abonnenten ihrer Website ständig mit frischem Material versorgt werden.
Tommy: "Wir wollen wirklich etwas Gutes tun. Das ist keine billige Provokation. Wir sehen Sex als etwas völlig natürliches. Aber manchmal muss man den Leute eben etwas an den Karren fahren um sie wach zu rütteln."
In der Reportage zu sehen
Die Team Plastique
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Kit Kat Club
Bessemerstr. 2-14
12103 Berlin
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Links
>> Die offizielle Website von Fuck For Forest
>> Offizielle Website von All Ladies Shaved
>> Offizielle Website von The Cumshots
>> Porn activists go all the way to save the rainforest - Ein Artikel







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