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Kino-News

Schön anzuschauende, aber oberflächliche Verfilmung des Colette-Romans, mit großen Schauspielern, die in schönen Kostümen amüsante Dialoge sprechen.

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Kinostart 21. Oktober 2004 - 28/10/04

Fünf mal Zwei

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Synopsis: „Fünf mal Zwei“ – oder fünf starke Momente aus dem Leben zweier Menschen unserer Tage: Marion (Valeria Bruni-Tedeschi) und Gilles (Stéphane Freiss). Fünf für das weitere Schicksal des Paares ausschlaggebende Situationen, die aber rückwärts, vom Ende zum Anfang, erzählt werden: Scheidung; ein Abendessen bei den beiden zu Hause mit Gilles Bruder Christophe (Antoine Chappey) und mit seinem neuem Freund; die Geburt des Sohnes, bei der sich Gilles nicht entschließen kann, seine gerade niedergekommene Frau zu besuchen; die Ehe der beiden und schließlich ihre erste Begegnung in einem Feriendorf.
 
Kritik: Vielen Zuschauern war bei François Ozons letzten beiden Filmen nicht recht wohl: „Acht Frauen“ zeigte eine bis zum Erbrechen wiederholte Abfolge von Chansons und Intrigen, und „Swimming Pool“ operierte mit einem logisch nicht zwingenden Plot (Verwirrspiel zwischen der Romanfigur, die eine Schriftstellerin im Urlaub gerade entwirft, und einer plötzlich auftauchenden realen Frau). Doch in „Fünf mal Zwei“ kann man sich wieder recht gut mit dem Regisseur versöhnen. Ozons Prinzip, die Geschichte von hinten aufzurollen, scheint auf den ersten Blick allerdings wieder so schlau arrangiert und dick aufgetragen, wie das bereits früher der Fall war (z.B. in der Szene, als Gilles das plötzliche Bedürfnis empfindet, seine Frau heftig von hinten zu nehmen - da soll wohl etwas demonstrativ an einen schon beendeten Zyklus angeknüpft werden). Doch der Regisseur hat mit seinem neuen Werk zweifellos einen seiner persönlichsten, am wenigsten künstlichen Filme geschaffen.
 
In diesen so überaus normal erscheinenden „Szenen einer Ehe“ mit der ihnen innewohnenden Alltagsdramatik kommt dank der rückläufigen Erzählweise gut heraus, was die Beziehung jedes Mal vergiftet und bis zum Bruch geführt hat. Ozon begnügt sich hier damit, die seelischen Nöte der Protagonisten ein wenig zu konterkarieren, indem er italienische Schlager einbaut, die den Konflikt jedoch nicht mildern, sondern häufig noch verschärfen.
 
Genau das hat uns immer an ihm gefallen: die Kunst, uns mit scheinbar überstrapazierten Rezepten zu fesseln, und „Reality-TV“-gerechte Themen zu finden, die das Publikum jedoch ansprechen (es ist eben nicht ganz so „anspruchsvoll“, wie man denkt). Nicht zu vergessen die Besetzung, allen voran ein Schauspieler (Stéphane Freiss), dem Ozon hier zu einem Kino-Comeback verhilft. Ein weiterer Coup. Das Ganze ist eher intelligentes als brillantes Kino. Aber wieder einmal so überzeugend gemacht, dass man es nur begrüßen kann.
 
Julien Welter
 
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Fünf mal zwei
Ein Film von François Ozon
Frankreich, 2004
90 Min.
Mit: Valeria Bruni-Tedeschi, Stéphane Freiss, Géraldine Pailhas
Außer Konkurrenz - Filmfestspiele Venedig 2004
Zur offiziellen Website

Erstellt: 28-10-04
Letzte Änderung: 28-10-04