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DVD-News - 15/03/05

Gambling, Gods & LSD

Ein Film von Peter Mettler


etoile4.gif.imageDataEin ganz besonderes Erlebnis,
das man nicht verpassen sollte

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  • Synopsis
 
Die Nachforschungen eines Filmemachers im Gebiet der Transzendenz werden zu einem dreistündigen Trip durch Länder und Kulturen, wo sich Menschen, Orte und Zeiten miteinander verbinden.
 
cover_gambling.jpg.imageDataVon Toronto, dem Ort seiner Kindheit, bricht Peter Mettler zu seiner Reise auf. Sie beinhaltet unter anderem eine religiöse Massenveranstaltung in einem Flughafenhotel, Sprengarbeiten in Las Vegas, Spurenverfolgung in der Wüste Nevadas, Chemie und Strassenleben in der Schweiz und das Nebeneinander von Technologie und Göttern im heutigen Indien. Unterwegs finden sich überall die gleichen Themen: Lust auf Nervenkitzel, Glück, Schicksal, Glauben, Wahrnehmungserweiterung und die Sehnsucht nach Sicherheit in einer ungewissen Welt. Wirklichkeit verbindet sich mit Phantasie ; die Suche nach Sinn und die Suche nach Ekstase beginnen, ineinander überzugehen.
 
  • Der Kommentar zum Film
 
Für diesen Film sollte man sich nicht nur die 180 Minuten Zeit nehmen, die er tatsächlich dauert, sondern am besten einen ganzen Abend. Denn Gambling, Gods & LSD nimmt einen mit auf eine Reise, in der es im weitesten Sinne um Massenveranstaltungen mit ekstatischen Gefühlen geht. Zu Beginn etwa erzählt eine erleuchtete Hausfrau in einer spirituellen Christusveranstaltung in einem Airport Kanadas, dass sie „Jesus auf einem weißen Pferd habe sitzen sehen", und Hunderte um sie herum beten ekstatisch indem sie sich zu boden werfen, weinen oder frohlocken. In der Schweiz besucht eine junge Frau ein Pudelrennen, zu dem Volksmusik aus Lautsprechern zu hören ist. Ein wenig später erzählt sie über ihre Heroinerlebnisse: „Dort finde ich stets eine innere Ruhe, für die man sonst hart arbeiten muss."
 
Gambling, Gods & LSD ist manchmal hart, sehr kontrastreich und niemals parteiergreifend. Jeder Zuschauer soll sich sein eigenes Bild machen, von dem, was der Filmemacher ihm anbietet. Peter Mettler bezieht nur insofern Stellung, als dass er dieselbe Frau einige Minuten später auch von schlechten Trips erzählen lässt, um die anfängliche Euphorie in eine gewisse Relation zu setzen. Das ist aber auch schon die auffälligste Kommentarform Mettlers, der sich ansonsten von den Personen und dem Film selbst treiben lässt. Dieses assoziative Vorgehen erzeugt in Verbindung mit der eigens für den Film komponierten Musik eine Art Sogeffekt, dem man sich nicht mehr entziehen mag.
 
Gambling, Gods & LSD ist ein sehr ungewöhnlicher Film, denn er richtet sich weder an den Verstand noch besonders an die Gefühle, sondern – wie es vor allem Drogen eigen ist – er sensibilisiert die Instinkte oder auch das Unterbewusstsein. Dadurch wird er zu einer ganz individuellen Erfahrung für jeden einzelnen Zuschauer. Dabei bietet er ein buntes Panoptikum an Sinneseindrücken der unterschiedlichsten Art. Menschen diverser Kontinente kommen zu Wort, wunderschöne Landschaften, untermalt von suggestiver Musik. Gambling, Gods & LSD ist ein ganz besonderes Erlebnis, das man nicht verpassen sollte.
 
Nana A.T. Rebhan
 

Erstellt: 15-03-05
Letzte Änderung: 15-03-05