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Am 17. März 2011 feiert Siegfried Lenz seinen 85. Geburtstag: ARTE gratuliert mit einem Schwerpunkt. Kommen Sie mit auf Entdeckungstour!

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KrimiWelt auf www.arte.tv - Zurufe der Jury - 25/07/08

Garry Disher: Niederschlag

Garry Dishers vornamenloser Wyatt ist immer noch der coolste Hecht von Australien. Ein einsamer Cowboy, der sein Geld freilich nicht als Kuhhirte verdient sondern als Verbrecher. Der jeden „Job“ sorgfältig plant, stets die Nerven und einen Rest Gewissen behält – und am Ende oft in die Röhre schaut. Aber wäre dies nicht so, hätte er bald genug Geld, sich zur Ruhe zu setzen – und wo bliebe dann der coole Hechte liebende Leser? Diesmal, im sechsten Wyatt-Roman, taucht plötzlich ein Neffe auf, der zwar in bester Familientradition Banken ausraubt, aber „Onkel Wyatt“ sagt. Das kann nicht gut gehen. Getrennt und zusammen planen die beiden den ein und anderen Coup. Doch in Dishers australischem Karpfenteich gibt es immer viel zu viele Raubfische, die sich gegenseitig das Fressen abjagen. Gier und Rache und Liebe sind auch noch im Spiel. So kommt es, dass „Niederschlag“ eine Gaunerkomödie ganz ohne Komödie ist.

Sylvia Staude/Frankfurter Rundschau August 2008

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Garry Dishers Krimi-Personal ist durchweg übel. Jeder betrügt jeden und man stirbt meistens an Schusswunden oder fällt betäubt über eine Reling. In atemberaubendem Tempo hetzen die Figuren durch die australische Provinz, Disher gönnt ihnen keine Rast. Die Flucht wird zur normalen Lebensform, Habgier zur Dauerbefindlichkeit, Stehlen ist so selbstverständlich wie Atmen, und für unterbelichtete Fluchthelferinnen gibt es keine Gnade. Die Ordnungshüter treten nur peripher in Erscheinung. Trotzdem wird es für Wyatt, der schon in mehreren Bänden überlebt hat, wirklich eng. Dishers rasanter Krimi verspricht mit einem heftigen Showdown Spannung bis zur allerletzten Seite.

Ingeborg Sperl/ Der Standard August 2008

Erstellt: 25-07-08
Letzte Änderung: 25-07-08


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