1 Da kann eigentlich nichts besseres mehr nachkommen ...
2 ... und doch möchte unser Rezensent, dass wir noch auf weitere herausragende Genrevertreter hinweisen ... mit bibliophilen Helden.
1 In einer einsamen Hütte in Maine wohnt Julius Winsome, ein Mann, dessen einzige Freunde sein Hund Hobbes und die 3282 Bücher seines Vaters sind. Als in der ersten Zeile des Buches ein Schuss fällt, der den Hund tötet, fängt Julius Winsome selbst an zu töten. Er packt sich sein Lee-Enfield Gewehr Modell 14 aus dem Ersten Weltkrieg und fängt an Jäger zu töten, von denen einer seinen Hund getötet haben muss.
2 Morde aus der Sicht des Mörders zu schildern ist ein selten gelingendes Unterfangen. Gerard Donovan gelingt das Kunststück so bravourös, dass man sich als Leser beständig auf der Seite des Mörders erwischt. Wenn es Aufgabe der Literatur ist, Gefühle zu teilen, die wir im normalen Leben nie haben werden: Hier kann man sich ohne Reue einen Band lang als Mörder fühlen.
Andreas Ammer/Bayrischer Rundfunk
KrimiWelt-Bestenliste Dezember 2009







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