Prof. Dr. Florian Holsboer ist Direktor am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München.
Biografie:Geb. 1945 in München, aufgewachsen in einem nicht-akademischen Elternhaus.
1965 - 1975 Studium der Chemie in München mit anschließender Promotion
1974 – 1979 Studium der Medizin, Ludwig-Maximilians-Universität München mit anschließender Promotion
Oberarzt in der Psychiatrischen Klinik der Universität Mainz
Direktor der psychiatrischen Universitätsklinik Freiburg
Seit 1989 Direktor am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München
Forschungsschwerpunkte:
- Physiologische und genetische Ursachen gestörter Stresshormonregulation
- Humangenetische Studien zur Erforschung komplexer Erkrankungen des zentralen Nervensystems, v.a. Depression, Angsterkrankungen, Multiple Sklerose
- Entwicklung von Mausmodellen zum Verständnis der in humangenetischen Studien entdeckten Genmutationen und zur Testung neuer pharmakologischer Wirkprinzipien.
- Pharmakogenetische Studien zur Voraussage für das Ansprechen auf neue, teilweise in Zusammenarbeit mit Affectis Pharmaceuticals AG oder anderer Pharmaunternehmen entwickelten Medikamente zur Behandlung von Depression, Multiple Sklerose und Schlafstörungen.
Florian Holsboer zählt zu den besten Depressionsforschern weltweit und ist einer der meist zitierten deutschen Neurowissenschaftler. Er ist Verfechter der Verhaltenstherapie und gilt als „Neurer“, als einer, der den Denkstil in der Psychiatrie verändert hat. Der Chemiker und Arzt sieht die Zukunft in der Verbindung von Psychiatrie und chemischer Genomik.
Pierre Tambourin ist Forscher und Generaldirektor des Forschungszentrums Genopole von Evry (seit 1998)Biografie:
- Absolvent der Ecole Polytechnique
- Forscher am INSERM (Nat. Institut für Gesundheit und medizinische Forschung), Spezialist für molekulare Onkologie
- Vorsitzender des Wissenschaftsrates des INRA (Nationales Institut für landwirtschaftliche Forschung).
- 1993–1997: Leiter der Abteilung Biowissenschaften am CNRS (Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung)
- 1989–1992: Leiter der Forschungsabteilung des Institut Curie
- Spezialisierung: experimentelle Onkologie (Erforschung der Mechanismen, aufgrund derer sich eine normale Zelle zu einer Krebszelle entwickelt, Identifizierung der daran beteiligten Gene)
- 79 internationale Veröffentlichungen
"Nichts ist nur kulturell oder nur genetisch bedingt. Die Frage, die wir uns stellen, ist die des durchschnittlichen Anteils. Für eine Veranlagung ist niemals nur ein Gen verantwortlich, es sind immer mehrere."






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