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LIVE: „La Traviata” im Hauptbahnhof Zürich

Zum ersten Mal präsentierte Ihnen arte.tv ein Live-Event mit zweifachem Streaming: Das Event und die Kulissen im Internet.

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LIVE: „La Traviata” im Hauptbahnhof Zürich

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LIVE: „La Traviata” im Hauptbahnhof Zürich

02/09/08

Der Komponist: Giuseppe Verdi

Schöngeist, Freiheitskämpfer und Bauer


Er war aufbrausend, temperamentvoll und dabei doch wortkarg und in sich gekehrt: Ein einfacher Mensch jedenfalls war Giuseppe Verdi nicht.

Seine Wutausbrüche waren ebenso legendär wie seine Musik. Seine Sensibilität und Menschlichkeit jedoch sind in die Geschichte eingegangen. An sie erinnert die von ihm gegründete Casa Verdi in Mailand, ein Altersheim für mittellos gewordene Musiker an der Piazza Buonarotti. Hier sind der große Komponist und seine zweite Ehefrau, die Sängerin Giuseppina Strepponi, begraben.

28 Opern, ein wenig geistliche und Kammermusik sowie drei Kantaten stammen aus der Feder des italienischen Komponisten. Keiner verstand es so wie er, den Gesang der inneren Dramatik eines Librettos anzupassen. Er nahm großen Einfluss auf die Handlung seiner Werke, deren Texte er mitunter bis ins Versmaß mitbestimmte.

Die Wahrheit zu kopieren, kann eine gute Sache sein, aber die Wahrheit zu erfinden, ist viel besser
Verdi und seine Musik wurden zum Symbol für den Freiheitskampf Italiens, das in jenen Jahren um seine Einheit rang: Angefangen beim Chor der eingekerkerten Juden in „Nabucco”, endend beim unbändigen Freiheitsdrang eines „Falstaff”: Verdis Arien waren immer auch Hymnen an das freie Italien, die im Herzen des Publikums ihren Widerhall fanden.

Giuseppe Verdi starb am 27. Januar 1901, sechs Tage nach einem Schlaganfall, nach einem reich erfüllten Leben in Mailand. Er wurde, zusammen mit Giuseppina Strepponi (1815–1897) in der Gruft der von ihm gegründeten „Casa di riposo per musicisti”, einem Altersheim für mittellose Musiker in Mailand, beigesetzt.





Erstellt: 28-08-08
Letzte Änderung: 02-09-08


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