

üstenhalter
Ein Wäscheteil, das die Brüste stützt und verschönert. Es gibt Büstenhalter mit oder ohne Bügel. Er ist sowohl Bestandteil der Dessous als auch der Miederwaren. Er findet jedoch erst ab den 1920er Jahren allgemeine Verwendung.
Auf der Weltausstellung 1900 in Paris werden verschiedene BH-Modelle präsentiert: „l’Idéal“, „le Mamellia“ von Samaritaine, der „Brusthalter“ von Hermine Cadolle, der „Zwangslose“, der „Dehnbare“ und die Modelle von Madame Gaches-Sarraute. Cadolle stellt 1889 ihren ersten Brusthalter vor, es muss jedoch noch eine Lösung für die Befestigung gefunden werden; der erste Büstenhalter des Hauses Cadolle ist der „Bien-être“, der im Rücken noch an einem Korsett befestigt wird.
Caresse Crosby (Mary Ohelps Jacobs Pseudonym) erfindet 1913 in den Vereinigten Staaten einen neuen BH: ein kurzes Modell, das die Büste trennt. Sie verkauft ihr Patent 1914 an die Firma Warner Bros. Zur gleichen Zeit bringt Rosalia Kind (Direktorin von Kestos) einen aus zwei vorn und im Rücken überkreuzten Dreiecken bestehenden Büstenhalter heraus. Der Begriff brassière erscheint 1912 im Oxford Dictionnary, die Abkürzung „bra“ wird jedoch erst ab 1937 verwendet. In Deutschland wird das Wort „Büstenhalter“ in den 20er Jahren eingeführt. „Soutien-gorge“ taucht ab 1923 in französischen Wörterbüchern auf.


orset "à la paresseuse"
Nach der Rückkehr der Monarchie erfährt das Korsett, das während der Revolution in der Versenkung verschwunden war, mit der neuen moralischen Ordnung unter Ludwig XVIII. eine nachhaltige Neubelebung. Die Frau hat eine gute Mutter und Ehegattin zu sein.
Erstmals in seiner Geschichte wird das Korsett zur Unterkleidung. Noch despotischer als das Korsett des 18. Jahrhunderts zwängt es die Brüste in Becher ein und presst die Schenkel zusammen. Durch Hüftpolster verleiht es der Frau üppige Rundungen. Es wird über das Hemd gestreift und unter dem Kleid getragen. Geschnürt wird es an der Rückseite mithilfe eines Systems, das es der Frau erlaubt, sich selbständig anzukleiden. Es wird Corset à la paresseuse genannt, das "bequemliche Korsett".

ischbein
Flexibles Stäbchen, das zur Korsettherstellung verwendet wird. Es ist aus Knochen, Horn, Metall (vor allem Stahl) oder Plastik. Der Name Fischbein ist darauf zurückzuführen, dass es lange Zeit aus der Barte des Wals hergestellt wurde.
FriponGegen Ende des 17. Jahrhunderts lösen den Panier drei übereinander liegende Unterröcke ab. Le Fripon, oder "der Schelmische" wurde der mittlere dieser drei Unterröcke genannt, den man über den Secret (den Verborgenen) und unter dem Modeste (der Bescheidene) trug. Der Modeste war vorne geöffnet und seitlich gerafft, woduch er den Stoff des Fripon hervorblitzten ließ.
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