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Grand' Art

Zu sehen ist nur die pure Kunst: eine Dokumentationsreihe, die einen persönlichen, nicht chronologischen Überblick über die Kunstgeschichte gibt.

Grand' Art

02/03/11

Grand' Art - Ingres: Erotik

Der Filmemacher Hector Obalk erzählt vom Werdegang Ingres und seiner Beziehung zur Kunst nur anhand von Bildern, ohne dabei Statements aus der Kunstwelt und Details aus dem Leben des Künstlers hinzuzuziehen. Hector Obalks Film ist der zweite Teil einer neuen ARTE-Reihe, die einen persönlichen, nicht chronologischen Überblick über die Kunstgeschichte geben will und dabei ganz bewusst auf Experteninterviews verzichtet. Zu sehen ist nur die pure Kunst.

Auschnitt 1



Motive wie ein Hammam oder einen Harem zeigen die Bilder des französischen Malers Jean- Auguste Dominique Ingres (1780-1868). Neben klassischen Historienmalereien und Porträts schuf er eine Reihe von Aktbildern, die Nacktheit sehr erotisch zeigen, auch wenn es sich teils um mythologische Darstellungen handelt. Diesen erotischen Malereien widmet sich Hector Obalk in einer ersten Episode über Ingres.

Ingres verfolgte seinen eigenen Stil, der sich durch seine Linearität und die kühle Farbgebung dem Klassizismus zuordnen lässt. Er nahm dabei die italienische Kunst des 16. Jahrhunderts wie die Gemälde Raffaels zum Vorbild.
Die wenigen, zu seinen Lebzeiten kaum bekannten Gemälde, sind heute weltberühmt. Darstellungen wie "Die Badende von Valpinçon", "Die große Odaliske" und "Türkisches Bad" gehören zu den kühnsten und rätselhaftesten Bildern des 19. Jahrhunderts, die Hector Obalk in der heutigen Sendung zu Musik von Bach und Schubert vorstellt. Gedreht wurde für diese Folge von "Grand' Art" im Pariser Louvre, im Musée d'Orsay, im Musée Condé, im Musée Ingres sowie im Kunsthistorischen Museum in Wien.


Zweiter Teil einer ehrgeizigen Reihe, deren einzelne Folgen miteinander korrespondieren und parallel mehrere Thesen verteidigen. Das Projekt knüpft an den gesamtheitlichen Anspruch der großen Historiker des 19. Jahrhunderts an und will einen nicht chronologischen, sondern persönlichen Überblick über die Kunstgeschichte geben.
Es gibt keine Interviews mit Experten, keine biografischen Einzelheiten und intime Enthüllungen, nur die Bilder werden detailgetreu und in HD-Qualität gefilmt. Die Erzählung von Hector Obalk gibt die Richtung vor, in der die Bilder vorbeiziehen, und regt den Zuschauer dazu an, sich nach dem Was und Wie der Malerei zu fragen. Dabei geht es nicht um kunstgeschichtliche Betrachtungen, sondern um reine Kunstkritik, die den Zuschauer immer wieder mit seinem eigenen ästhetischen Urteil konfrontiert.

Auschnitt 2



Erstellt: 19-02-09
Letzte Änderung: 02-03-11


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